27.09.2018 - 19:18 Uhr
StullnOberpfalz

TSV im Wechselbad der Gefühle

Spitzenplatz und "Rote Laterne"‒ diese beiden gegensätzlichen Platzierungen der „Ersten“ und „Zweiten“ der laufenden Saison 2018/2019 präsentieren die Anzeigetafeln im TSV-Sportheim.

Bürgermeister Hans Prechtl und Schatzmeister Franz Jauernig (hinten von rechts) sowie Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Vetter (links) und Stellvertreter Stefan Flierl (hinten links) zeichneten Christian Fröhlich – sein Bruder Stefan nahm die Ehrung stellvertretend entgegen – Hans Simbeck und Tobias Obermeier mit Urkunden aus.
von Herbert RohrwildProfil

Der Leiter der Abteilung Fußball, Jürgen Vetter, gab zunächst eine Rückschau auf 2017/2018. „Der längst überfällige Aufstieg der 2. Mannschaft in die A-Klasse West war die richtige Entscheidung der Abteilung Fußball und der Mannschaft,“ unterstrich Vetter. Mit einem 9:0 gegen den FC Saltendorf ‒ der zugleich höchste Torerfolg ‒ startete das Team in die Saison. Die weitere Bilanz kann sich sehen lassen: 15 Siege, 5 Unentschieden und drei Niederlagen mit einem tollen 2. Platz sowie mit dem Torverhältnis von 61:27 und der besten Abwehr der Liga. Das dramatische Relegationsspiel gegen den SC Kreith in Dürnsricht verfolgten über 500 Zuschauer. Nach dem Abpfiff der Verlängerung hatte sich die „Zweite“ mit 5:3 den Aufstieg in die Kreisklasse erkämpft. Die Torjägerliste führen Florian Obermeier (9 Treffer), Dominik Götz und Michael Zimmermann (je 7) sowie Thomas Pröls (6) an.

Die 1. Mannschaft fuhr zum Saisonstart mit einem 1:0-Sieg gegen Kemnath den ersten „3er“ ein. Nach einer differenzierten Leistungskurve sicherte sich die „Erste“ zur Winterpause den 2. Rang und entwickelte in der Rückrunde eine konstantere Form. Trotz Niederlage im Relegationsspiel gegen die SpVgg Weiden II war es die beste Saison in der bisherigen Vereinsgeschichte des TSV Stulln, merkte Abteilungsleiter Jürgen Vetter an und wandte sich an Spielertrainer Christian Zechmann: „Du hast die Mannschaft auf die höchste Leistungsstufe geführt. Wir sind absolut auf dem richtigen Weg.“ Ein Blick in die Statistik zeigt: Christian Zechmann verbucht 21, Wilhelm Frank 11 und Thomas Dorrer 9 Treffer.

In seinen weiteren Ausführungen sprach der Spartenleiter Platzsanierungen durch Arbeitseinsätze sowie die Planung und Organisation des Faschingszuges an. Er dankte allen Helfern, dem gemeindlichen Bauhof und der Feuerwehr.

Eine größere Baumaßnahme am B- Platz steht noch aus: die Erneuerung des Flutlichts durch eine LED-Beleuchtung. Fördermöglichkeiten werden gesucht - eventuell auch durch den Landkreis und die Gemeinde. Vetters besondere Anerkennung galt den Platzwarten Alois Markl und Leo Vetter für ihren vorbildlichen Einsatz.

Kassier Franz Jauernig konnte einen positiven Kassenstand bekannt geben. Insgesamt sind 64 Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Altersklassen eingruppiert, merkte Jugendleiter Rudi Fröhlich an. In der jeweils eigenständigen G -,F- und E-Jugend trainieren die meisten Spieler. D- und C-Jugend spielen in einer SG mit dem 1. FC Schwarzenfeld. Aus Spielermangel können die A- Junioren nicht zum Spielbetrieb gemeldet werden. Vetter sieht es als positives Signal, dass sich junge Spieler der ersten und zweiten Mannschaft als gut motivierte, qualifizierte Betreuer und Trainer in der Jugendarbeit einbringen. Sein besonderer Dank galt Stellvertreter Thomas Engelhardt.

Die Jugendbetreuer Stefan Neudorfer (G-Jugend), Armin Aumeier (F), Thomas Pröls (D), Manfred Zühlke (C), Stefan Jauernig (B) und Joachim Fulek/Stefan Trost leisten engagierte Arbeit und ihre Teams erzielten auch vorderste und mittlere Ränge. AH-Betreuer Michael Fick sprach von einem schwierigen Jahr. Sportlichkeit und Geselligkeit halten sich noch die Waage.

Die große Anzahl der Berichte spiegle das vielschichtige, ehrenamtliche Engagement der Abteilung Fußball des TSV Stulln und auch der Eltern wider, hob Bürgermeister Hans Prechtl hervor. Das breit gefächerte Freizeitangebot erschwere aber allgemein die Gewinnung von Nachwuchssportlern. Auch das frühe Ausscheiden der Nationalelf bei der Weltmeisterschaft brachte keinen Rückenwind. Der TSV Stulln 1954 feiert 2019 seinen 65. Geburtstag. Über ein unterstützendes Geschenk wird der Gemeinderat sicherlich nachdenken. Die Anzeigetafeln vergegenwärtigen ein gegensätzliches Bild, konstatierte Hauptvereinsvorsitzender Andreas Hanff. Die „Zweite“ hat sich als Schlusslicht in der A-Klasse West festgesetzt. Hanff wünschte eine Bewegung hin zur Mitte. Die „Erste“ glänzt mit dem Spitzenplatz in der Kreisliga West und „das Zuschauen macht Spaß“.

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