26.09.2019 - 17:30 Uhr
StullnOberpfalz

"Wiesenweg" setzt sich durch

Die Vergabe eines Straßennamens für das neue Baugebiet „Stulln Ost, Am Brensdorfer Weg“ ist eine nicht gerade leichte Geburt. Der Gemeinderat fasst auch Beschlüsse zum Aufstellen eines neuen Sirenenmastes im Ortsteil Säulnhof.

Die Gemeinde Stulln errichtet auf dem gemeindeeigenen Grundstück im Bereich des rechten Hüttenbachufers gegenüber dem Friseursalon Haubelt einen Sirenenmast für die Beschallung des Ortsteils Säulnhof.
von Herbert RohrwildProfil

"Die Bauarbeiten für die Erschließung mit Straße, Wasser und Kanal werden heute in der nicht öffentlichen Sitzung vergeben", teilte Bürgermeister Hans Prechtl nach der Eröffnung mit. Die Namensfestlegung in diesem frühen Stadium mit der Zuordnung der Schachtnummern bringe jedoch eine enorme Erleichterung für Kanalbefahrungen und Abnahmen.

Bei der Namensgebung verwies der Bürgermeister auf die Anregung von Ortsheimatpfleger Hans Klar, auch die Bezeichnung nach Dichtern - Johann Wolfgang von Goethe muss auf seiner Italienreise über Nabburg nach Schwarzenfeld auch durch Stulln gekommen sein - sowie nach Stullner Persönlichkeiten wie die Bürgermeister Prokisch und Prüfling in die Überlegungen einzubeziehen. Die Ehrenbürger der Gemeinde Stulln - Erzbischof Michael Buchberger, die VAW-Direktoren Ernst Grüter und Hagen Lehnerdt - wären als Namensgeber ebenfalls zu bedenken, ergänzte Prechtl. Mit der "Hanns-Bauer-Straße" ist bereits ein Ehrenbürger berücksichtigt.

Die etwa 50 visuell aufgezeigten Straßennamen ließen die Tendenz zur Benennung nach Bäumen, Blumen, Fluren, Sträuchern und Jahreszeiten sowie nach Dichtern erkennen. Aus der Aussprache war als Tenor herauszuhören, bei der Vergabe "in der Natur zu bleiben." Die vier eingebrachten Vorschläge Fichtenstraße (2:9), Föhrenweg (1:10) , Kiefernweg (4:7) und Wiesenweg (5:6) erhielten jeweils keine Mehrheit.

Bei der weiteren Abstimmung setzte sich der "Wiesenweg" mit 7:4 Stimmen als Straßenname für das zu erschließende Baugebiet "Stulln Ost, Am Brensdorfer Weg" durch. Unisono votierte das Gremium, die beiden Parzellen in der Verlängerung des Waldweges diesem Straßenzug zuzuordnen.

Die bestehende Sirene auf einem privaten Anwesen in Säulnhof soll auf Wunsch der Eigentümer abgebaut werden. Der Nutzungsvertrag ist bereits abgelaufen, informierte Bürgermeister Hans Prechtl. Laut Angebot der Firma Hörmann ergeben sich als Kosten für die Demontage 890 Euro brutto. Gemäß Beschluss in der Juli-Sitzung war auch der Umgriff bei der Trafo-Station zwischen Säulnhof und Tevo - Eigentümer des Grundstücks ist die Bayernwerk AG - als möglicher Standort zu überprüfen. Die Beschallungsprognosen durch die Firma Hörmann mit zwei Sirenentypen ergab zwar eine Abdeckung für Säulnhof. Grafenricht kann jedoch nicht erreicht werden und bleibt ein Problem.

Ein Förderprogramm für mobile Sirenen soll aufgelegt werden, teilte der Bürgermeister mit. Die eventuelle Ausweitung auf stationäre Anlagen müsse abgewartet werden. Der Gemeinderat fasste richtungsweisende Beschlüsse: Der Auftrag zur Demontage der alten Sirene und zur Errichtung eines neuen Sirenenmastes wird bis zur Klärung der Förderung nicht erteilt. Der neue Sendemast ist auf dem gemeindeeigenen Grundstück gegenüber dem Friseursalon Haubelt zu errichten.

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