Die Teilbürgerversammlung zum "Naabtalplan, der die Projekte möglich macht, verlief sehr sachorientiert. Im Sitzungssaal des Rathauses Schwarzenfeld begrüßte Bürgermeister Hans Prechtl (Stulln) die "geballte Kraft" des Wasserwirtschaftsamtes Weiden - Leiter Matthias Rosenmüller, Projektleiter Christoph Hartinger und Fachbereichsleiter Wasserbau Andreas Ettl - die VG-Geschäftsstellenleiterin Katrin Schwarz, Bauverwaltungsleiter Gerhard Brunner sowie die Bürger des Ortsteils Brensdorf und die zahlreichen Gemeinderäte.
In der Rückschau erinnerte Prechtl an die drei bereits anberaumten Teilbürgerversammlungen mit der Vorstellung der Lösungsvarianten "Mauer" oder "Deich" als Schutzlinie. Der Gemeinderat hole sich ein Stimmungsbild ein und möchte das geplante Projekt "nicht überstülpen". Der Hochwasserschutz ins Brensdorf sei ein Angebot. Die Anwohner brauchen keinen Eigenanteil leisten. Prechtl knüpfte an die Schneekatastrophe in Oberbayern an: "Katastrophen gibt es immer." Das nächste Hochwasser komme mit Sicherheit. "Wir wollen heute nochmals ins Gespräch kommen", signalisierte der Bürgermeister.
"Hochwasserschutz ist eine Kernaufgabe", konstatierte der Leiter des WWA Weiden, Matthias Rosenmüller. Aber auch nicht um jeden Preis. Die Zusammenkunft solle anstehende Fragen klären, "um die Bürger mitzunehmen." Mit der Powerpointpräsentation "Hochwasserschutz Brensdorf" rief Projektleiter Christoph Hartinger die Vorplanung nochmals ins Gedächtnis zurück und zeigte die einzelnen Verfahrensschritte auf. Aus dem Gespräch zu den beiden Alternativen Deich oder Mauer kristallisierte sich die Mauerkonstruktion als bevorzugte Lösung heraus. Vom Straßenniveau aus beträgt ihre Höhe etwa 1,20 Meter. Die Schutzlinie beginnt nördlich der Bahnunterführung, läuft entlang der Ortsstraße und führt als Abrundung im Süden zurück zur Bahnlinie Hof - Regensburg. Zwei geplante Schöpfwerke sorgen für die Binnenentwässerung.
Der gemeindliche Anteil beträgt während der Bauphase 22 000 Euro. Als Zeitfenster ist vorgesehen: Erstellung Entwurfsplanung 2200 und Baubeginn 2022. Als Schadensabwehr wird das hundertjährliche Hochwasser (1909) herangezogen. In der weiteren Aussprache gab der Bürgermeister zu bedenken, dass die Notfallbeihilfe durch den Freistaat Bayern eingestellt werde. Zukünftig sei eine Privatabsicherung erforderlich.
Alle angesprochenen Detailfragen protokollierte Geschäftsleiterin Katrin Schwarz. Amtsleiter Matthias Rosenmüller versicherte, auch für einzelne Betroffene eine optimale Lösung zu finden. Bei Hochwasser wäre die Zufahrt durch die wasserfreie Bahnunterführung möglich.
Bürgermeister Hans Prechtl resümierte: Der Vorzug wird der Mauerlösung gegeben. Ernsthaft wurde diskutiert und Akzeptanz ist herauszuhören. Prechtl bat die elf anwesenden Bürger, Multiplikator zu sein. "Red´s mit eueren Nachbarn. Es hat Hand und Fuß. Man kann die Chance nutzen oder nicht." Die Abstimmung im Gemeinderat erfolgt in der Februarsitzung. "Momentan stehen die Chancen gut. Wir wollen nicht überreden, sondern überzeugen. Was läuft, stoppt man nicht", fügte Amtsleiter Matthias Rosenmüller hinzu.














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