Mit den „Tanngrindler Musikanten“ und den „Bauernsaufzern“ holte Gregor Bodensteiner für die Wirtshausmusik am Samstag zwei Gruppen auf die Bühne im Bodensteiner-Saal in Stulln, die einen guten Ruf in der Volksmusikszene besitzen. Die einen spielen auf der „Oidn Wiesn“ in München, die anderen sind regelmäßig zu Gast bei den „Brettl-Spitzen“ im BR-Fernsehen.
Bei der Brotzeitpolka singen die „Tanngrindler“ die Speisekarte rauf und runter: „Dampfnudeln hab'n gestern g'habt, Dampfnudeln hab'n heit“ und „a Ripperl und a Bier, des hobe ja bei mir“. Darauf lassen sie das Trinklied folgen: „Stehet auf und schenket ein, ein Bier vom Bodensteiner muss es sein“. Der Wirt vernimmt den Ruf und nähert sich mit vollen Krügen. Zum Dank lassen ihn die Musiker eine Polka dirigieren.
Die Wirtshauskabarettisten Crissy (Simon), Markus (Moosburger) und Stefan (Brock) nennen sich „Bauernseufzer“ und sind momentan mit ihrem Programm „Fuxdeiflswild“ auf Tour. Nach der Pandemie will das Trio aus Deining gemeinsam mit den "Tanngrindler Musikanten" aus Hemau die Wirtshauskultur neu beleben. Den „Bodensteiner“ bezeichnen sie als "Leuchtturm in der gastronomischen Oberpfälzer Diaspora, in der – o Mamma Mia – eine Pizzeria nach der anderen aufmacht“.
Die „Giftspritzen“ Daniela Scheuerer (Tanngrindler) und Crissy Simon (Bauernseufzer) versprühen auf der Bühne ein toxisches Gemisch aus Pfefferspray, Wasserpistole und Verbalattacken. Sie halten Ausschau nach Männern „mit schönen Rundungen“ und treffen „auf ein Überangebot“. Auch Markus und Stefan begeben sich auf Brautschau und finden zu ihrer Freude tatsächlich Damen mit „den alten Namen Resi, Vroni und Mare“. Sie entdecken im Saal Petra und Rudi, die seit 30 Jahren verheiratet sind. Ihnen bieten sie musikalisch einen "Eheauffrischungskurs“ an.
„Wir spielen schneller als ihr klatschen könnt“, wettet Frieder Roßkopf beim Stück „Flott unterwegs“. Der Leiter und Sänger der „Tanngrindler“ warnt vor „den Hoderlump'n“ im Saal und ermuntert das Publikum mit dem Maxl-Graf-Lied: „Halt ma zam und sama froh, dass wir uns ham“. Frieder Roßkopf ist Apotheker von Beruf und verabreicht den Zuhörern „eine Portion Gelassenheit“. Sein Tipp: „Die Dinge hinnehmen, die man ohnehin nicht ändern kann“. Zur Gelassenheit gehöre auch die Geselligkeit. Für Stimmung sorgt an diesem Abend Markus Moosburger mit seinen „Gstanzl'n“. Zum Finale springt er mit seiner „Quetschn“ auf den Tisch stimmt Schunkellieder an. „Schön ist die Liebe im Hafen“.
- Die "Tanngrindler Musikanten" stammen aus Hemau und spielen beim Münchner Oktoberfest auf der "Oidn Wiesn".
- Das Trio "Bauernsaufzer" kommt aus Deining und ist durch die Auftritte bei den Brettl-Spitzen über die Oberpfalz hinaus bekannt geworden.
- Gregor Bodensteiner will in seinem Wirtshaus in Stulln ein Format für Volksmusik etablieren.





















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