Der Verein der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Sulzbach-Rosenberg wurde im Gasthaus „Zur Landkutsche“ gegründet. Dort wurde nun nach 150 Jahren auch das Jubiläum gefeiert. Der Festakt begann am vergangenen Sonntag am Alten Friedhof im Beisein zahlreicher Fahnenabordnungen.
Erster Vorsitzender Kurt Falk erinnerte an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege. Kränze wurden niedergelegt und es gab Böllerschüsse. Anschließend ging es ins Gasthaus, wo am 25. Mai 1876 der Kriegerverein Sulzbach gegründet wurde.
Schriftführer Franz Schneller trug Auszüge aus der Chronik vor. So begann das Vereinsleben mit einer Blütezeit, es gab sogar Zuschüsse. Im Jahr 1880 wurde eine Fahne eingeweiht. Vor dem Jahr 1935 gab es 400 Mitglieder, was jedoch durch den Krieg stark abnahm. Dann wurden alle Kriegervereine aufgelöst. In einer Eisentruhe konnten Vereinsgegenstände wie alte Waffen und die Salutkanone aufbewahrt und erhalten werden.
1953 wurde der Verein neu gegründet – von 34 Kameraden. Schnell war die Zahl von 150 wieder erreicht. Man trat dem Deutschen Soldaten- und Kriegerbund Bayern bei. Am 12. April 1959 erklärte der damalige Vorsitzende Leinhäupl, den ersten in der Bundeswehr aktiv dienenden Soldaten im Verein aufzunehmen. Die Umbenennung in Soldaten- und Kriegerkameradschaft Sulzbach-Rosenberg erfolgte 1969. Danach begann ein reges Vereinsleben, bis heute mit 21 Mehrtages- und 42 Tagesfahrten. Kameradschaftstreffen, Adventfeiern, Schießabenden und geselligen Runden. Mit 134 Mitgliedern wurde 1976 das 100-jährige Fest gefeiert. 1988 gab es eine neue Standarte.
Am 22. März 1981 wurden 17 Mitglieder der Sechser-Vereinigung aufgenommen. Nach 21 Jahren legte der erste Vorsitzende Karl Häger sein Amt nieder. Er resümierte damals, dass er in diesen Jahren 117 Kameraden die letzte Ehre erweisen musste. Der Mitgliederstand konnte dennoch mit 117 Kameraden gehalten werden. Traurig sei der Verlust der gesamten Vorstandschaft bis 2001 gewesen. Nach der Neuwahl hieß der Verein nun Soldaten- und Reservistenkameradschaft Sulzbach-Rosenberg. Als neue Aufgaben kamen die Pflege des Soldatenfriedhofs sowie Kriegsgräbersammlungen hinzu.
Die neue Vorstandschaft im Jahr 2001 setzte sich zusammen aus dem ersten Vorsitzenden und Schriftführer Franz Schneller, dem zweiten Vorsitzenden Hans Aigner, Kassier Alfred Promm, Schießmeister Helmut Pilhofer, den Fahnenträgern Reinhard Ringer und Klaus Schweininger sowie den Beisitzern Kurt Rother, Hans Graf, Hans Nennstiel und Hans Hartmann. Aktuell ist Kurt Falk erster Vorsitzender.
Der Präsident des BSB 1874, Generalmajor a. D. Wagner, war nach 46 aktiven Jahren stolz, vor Ort beim Jubiläum dabei zu sein. Nach dem Grußwort des Patenvereins Neukirchen durch Erich Neumüller wurde ein Fahnenband des BSB 1874 an die Fahne angeheftet. Es folgten Ehrungen für langjährige Mitglieder. Zum Dank wurden das BSB-Ehrenkreuz und die BSB-Verdienstnadel mit goldenem Ehrenkranz für hervorragende Verdienste verliehen. Eine besondere Ehrung erhielt Franz Schneller für seine Verdienste.






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