22.10.2020 - 09:29 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Nach 48 Jahren ist jetzt Schluss: Frauenkreis löst sich auf

Im Oktober 1972 traf sich der Evangelische Frauenkreis an der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg zum ersten Mal. Nach vielen schönen Reisen und Veranstaltungen heißt es jetzt, Abschied zu nehmen.

Pfarrerin Ulrike Häberlein (rechts) verabschiedete (von links) die Leiterinnen des Frauenkreises, Edith Klever und Ursula Maluche, sowie die aktiven Mitglieder Gundi Grünthaler, Liesl Kleinert, Berta Leitgeb, Irene Bittner, Margot Kopp und Betti Maas.
von Autor GACProfil

"Der Frauenkreis war 48 Jahre lang eine feste und verlässliche Gruppe in unserer Kirchengemeinde", stellte Pfarrerin Ulrike Häberlein zu Beginn des Dankgottesdienstes in der Christuskirche fest. 1972 sei er auch eine Möglichkeit gewesen, auszubrechen aus der Familienarbeit, weg von Kindern und Herd, legitimiert durch die Kirchengemeinde. Es gab Ausflüge, Vortrags- und Handarbeitsabende.

Nach dem Wegzug der Gründerin Edeltraut Heidecker, Ehefrau des damaligen Dekans Günter Heidecker, übernahmen Ursula Maluche und Edith Klever die Leitung. Jetzt wurden auch größere Fahrten gewagt, zum Beispiel nach Berlin, Dresden, Wien und sogar nach Israel. Auf Gemeindefesten, bei Jubiläen oder Weltgebetstagen arbeitete der Frauenkreis tatkräftig mit. Als das Reisen den immer älter werdenden Mitgliedern zu beschwerlich wurde, holten sie die weite Welt mit Filmen und Bildvorträgen nach Sulzbach. Feste Punkte des Jahresprogramms waren die Bibelarbeit zur Jahreslosung mit Diakonin Irene Elsner und die Adventsfeier.

Nach immer stärkeren altersbedingten Einschränkungen führte die gegenwärtige Pandemie zu der Entscheidung, die Arbeit des Frauenkreises zu beenden. "So legen wir die Jahre und die Gemeinschaft des Frauenkreises in Gottes Hände und danken ihm für den Segen, mit dem der Kreis gewirkt hat", schloss Pfarrerin Häberlein ihre Predigt.

Dekanatskantor Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke und der Solotrompeter Guntram Sellinger verschönerten den Gottesdienst mit romantischen Musikstücken. Bei den beiden Leiterinnen bedankte sich Häberlein im Namen der Gemeinde mit einem Blumenstock. Nach 48 Jahren ist damit die Geschichte des Evangelischen Frauenkreises abgeschlossen.

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