24.05.2019 - 14:25 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Ab Herbst erste Vollsperrungen auf der B85

Im Herbst beginnt die Sanierung der B 85 zwischen Sulzbach-Rosenberg und Auerbach. Das geschieht unter Vollsperrung. Und mit Umleitungen, die es in sich haben.

So wie hier an der B 85 bei Kropfersricht wird es in den kommenden Jahren auf der Bundesstraße zwischen Sulzbach und Auerbach oft aussehen: weit und breit kein Pkw, dafür fleißige Arbeiter. Die geplante Sanierung erfordert an den betroffenen Stellen immer eine wochenlange Vollsperrung.
von Markus Müller Kontakt Profil

Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach erklärte die Hintergründe dieser Maßnahmen am Mittwoch im Auerbacher Stadtrat. Anlass war die Frage von Kreisrat Günther Cermak (SPD), der den schlechten Zustand der von Neuhaus her kommenden Staatsstraße und besonders von deren Einmündung in die B 85 an der Dornisch-Kreuzung beklagte. Ob hier daran gedacht sei, diese Situation zu verbessern?

"Da leuchten bei uns auch die roten Lichter", zeigte sich Noll informiert. Und er hatte gute Nachrichten: "Bei den Bundesstraßen kriegen wir derzeit so viel Geld, dass wir fast alle Wünsche befriedigen können." Konkret bedeute das: In den nächsten zwei bis drei Jahren werde man die B 85 zwischen Sulzbach-Rosenberg und der Landkreisgrenze fast durchgehend sanieren.

Einen konkreten Zeitplan, wann welcher Abschnitt dran sei, gebe es noch nicht ergänzte Noll im Gespräch mit der SRZ. Es sei aber beabsichtigt, unter Ausnutzung der Ferienzeit bereits im Herbst mit einem Teil zu beginnen, in dem die Sanierung leicht zu lösen ist. "Ich hoffe, wir stellen nicht fest, dass wir dort dann auch die Entwässerungseinrichtungen sanieren müssen. Das war es nämlich, was uns zuletzt auf der Strecke zwischen Amberg und Sulzbach-Rosenberg so viel Zeit gekostet hat." Im Auerbacher Bereich werde man wohl 2020 die erste Strecke anpacken können.

Umleitung über Vilseck

Sanierung der Bundesstraße bedeutet in diesen Fällen auch Vollsperrung. Wo es möglich ist, wird das Straßenbauamt laut Noll für den Anliegerverkehr kleinräumige Umleitungen ausweisen. Für den weiträumigen Verkehr dagegen hat das Straßenbauamt größere Pläne. "Wenn etwa bei Mönlas und Edelsfeld saniert wird, ist sicher ein Umweg über Vilseck in Kauf zu nehmen." Näher an Auerbach "ist sogar ein Umweg um den Truppenübungsplatz herum wahrscheinlich".

"Das Hinterland fehlt"

Solche Sperrungen seien eine echte Herausforderung, was Umleitungen angeht: "Weil uns da das Hinterland fehlt." Über kleine Gemeindeverbindungsstraßen leite man nur ungern um. Und selbst Staatsstraßen seien dafür oft nicht wirklich geeignet, etwa im Raum Königstein. Zudem sollten stets mehrere "Ventile" geschaffen werden, damit sich der Verkehr auffächere und die zusätzliche Belastung für die einzelnen Ausweichstrecken sinke.

Grundsätzlich bemerkte Noll zu dem, was derzeit im Straßenbau geschehen könne und was nicht: "Wir bringen oft keine zusätzlichen Baumaßnahmen unter, es ist zu viel Geld auf dem Markt." Folge: "Alle Beteiligten sind grenzwertig ausgelastet."

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