06.02.2020 - 13:32 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Amberger Tafel versorgt 1700 Bedürftige

Der Vorsitzende Bernhard Saurenbach informiert Berufsschüler in Sulzbach-Rosenberg über die Arbeit seines Vereins.

Mit Engagement und Herzblut helfen: Die Amberger Tafel stellt Vorsitzender Bernhard Saurenbach in der Berufsschule und der Berufsfachschule für Altenpflege vor.
von Wolfgang LorenzProfil

Bedürftigen Menschen zu helfen, ist für ihn und seine Mitstreiter eine Herzensangelegenheit: Bernhard Saurenbach, der Vorsitzende der Amberger Tafel, berichtete in der Berufsschule bei den Arbeitsmarktdienstleistern und den Altenpflegern über die 941 Tafeln in Deutschland. Neben der sozialen Komponente gehe es ihnen auch darum, Lebensmittel zu retten.

Die Amberger Tafel habe am 19. April 2005 zum ersten Mal Lebensmittel ausgegeben. 70 Supermärkte, Bäckereien oder Metzgereien unterstützten sie mit Sachspenden. 95 ehrenamtliche Mitarbeiter setzten sich für etwa 1700 Bedürftige ein. So viele Menschen seien bei der Tafel registriert. Allerdings dürfte es in der Stadt Amberg und im Landkreis insgesamt um die 8000 von Armut Betroffene geben.

"Mittlerweile sind an 1468 Ausgabetagen 383 545 Kisten Lebensmittel ausgegeben worden, und es konnten über 3500 Tonnen Lebensmittel vor der Mülltonne gerettet werden", bilanzierte der Vorsitzende. Und fügte hinzu: "Jeder Deutsche wirft im Jahr 82 Kilogramm Lebensmittel weg." Insgesamt landeten elf Millionen Tonnen im Abfall, wofür zu 61 Prozent der Verbraucher verantwortlich sei. Der Handel schlage nur mit fünf Prozent zu Buche.

Saurenbach erklärte das System der Nachernte. Durch den trockenen Sommer und den nachfolgenden Regen haben Kartoffeln einen zweiten Kopf bekommen. Von diesem einwandfreien Lebensmittel habe der Kartoffelbauer Trummer aus Hahnbach der Tafel jede Woche zehn Zentner spendiert.

Ohne einen Berechtigungsausweis gebe die Tafel nichts aus. Derzeit würden in Amberg knapp 700 Haushalte mitversorgt. Jeder Essenskorb koste einen Obolus von zwei Euro. Im Schnitt kämen an den jeweils zwei Ausgabetagen in der Woche etwa 220 Kunden. Hygiene spiele bei der Tafel natürlich eine besondere Rolle. Saurenbach zeigte sich auch sehr glücklich über die regionalen Sponsoren, die es möglich machten, Weihnachtswunschzettel mit etwa 25 Euro pro Kind zu erfüllen und Abc-Schützen mit Schultaschen auszustatten. Außerdem könne ab und an der Besuch eines kulturellen Ereignisses gefördert werden.

 

 

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