01.07.2020 - 14:23 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Arbeitslosigkeit steigt im Raum Sulzbach-Rosenberg leicht an

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Sulzbach-Rosenberg erhöhte sich die Arbeitslosigkeit binnen Monatsfrist um knapp 30 Personen beziehungsweise 3,2 Prozent. Das ist dem neuesten Arbeitsmarktbericht zu entnehmen.

Handwerker bugsieren Stahlmatten auf dem Rohbau eines Mehrfamilienhauses in die richtige Position. Der Bauboom ist trotz Corona ungebrochen.
von Markus Bleisteiner Kontakt Profil

Im Bezirk der Geschäftsstelle Sulzbach-Rosenberg waren gegenüber dem Vormonat Mitte Juni rund 880 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, knapp 280 Personen bzw. 45,9 Prozent mehr als im Juni 2019. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 3,4 Prozent. Im Juni des Vorjahres lag die Quote bei 2,3 Prozent. "Mit der aktuellen Arbeitslosenquote meistert der Sulzbach-Rosenberger Arbeitsmarkt sowohl strukturelle als auch Corona bedingte Einflüsse. Kurzarbeit und die Weitsicht der Unternehmen erhalten die Arbeitsplätze in den meisten Fällen", berichtet Manfred Tröppl, Leiter der Geschäftsstelle Sulzbach-Rosenberg. Die Lockerungen im öffentlichen und privaten Bereich geben zahlreichen Betrieben, gerade im Gaststättenbereich, im Handel außerhalb der Grundversorgung und bei den Dienstleistern die Möglichkeit, wieder Arbeit und Umsatz zu generieren. Tröppl weist im Bericht darauf hin, dass mit Kurzarbeit sehr flexibel auf Auslastungsschwankungen reagiert werden kann. Sehr gern informieren die Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter über die Möglichkeiten bei Einstellungen. Der Geschäftsstellenleiter empfiehlt allen Stellensuchenden einen täglichen Blick in die Jobbörse, um nach den Bestandsstellen zu suchen und nach neu eingegangenen Arbeitsangeboten Ausschau zu halten.

Der Ausbildungsmarkt in der Region Sulzbach-Rosenberg leidet momentan noch durch die Corona bedingten Verzögerungen bei Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und Praktika. Tröppl empfiehlt den Unternehmen wegen unbesetzter Ausbildungsstellen Kontakt mit dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter aufzunehmen. Allen Jugendlichen die noch auf der Suche sind, rät der Geschäftsstellenleiter, sich mit der Berufsberatung in Verbindung zu setzen. In der Jobbörse ist eine Vielzahl von freien Ausbildungsstellen gelistet. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Die Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters im ersten Halbjahr rund 440 Stellen neu zur Besetzung, knapp 200 Angebote bzw. 30,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit ist von Mai auf Juni um 27 auf 884 Personen gestiegen. Das waren 278 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 3,4 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,3 Prozent. Dabei meldeten sich 165 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 68 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 139 Personen ihre Arbeitslosigkeit (- 91). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1398 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 77 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1125 Abmeldungen von Arbeitslosen (- 350).

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