09.12.2019 - 12:44 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Attacke mit Biegehantel: Polizist muss Dienstwaffe ziehen

Heftige Randale machte am Sonntagabend gegen 23.30 Uhr in einem Anwesen am Luitpoldplatz einen Polizeieinsatz notwendig. Im Mittelpunkt stand dabei ein betrunkener 38-Jähriger Mann, der sich völlig außer Rand und Band gebärdete.

Mit dieser Biegehantel bewaffnet, griff ein Randalierer Polizisten an.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Seine 61-jährige Lebensgefährtin war kurz zuvor eine Treppe hinuntergestürzt, berichtet die Polizei. Als ihr Sohn und dessen Bekannter der Frau helfen wollten und auch den Rettungsdienst verständigt hatten, tickte der 38-Jährige völlig aus, beleidigte die beiden Männer und schlug dem Freund des Sohnes noch zweimal mit der Faust ins Gesicht. Eine aufgeplatzte Lippe und ein Hämatom an der Stirn blieben als schmerzhafte Andenken zurück. Als die beiden Sanitäter des Rettungsdienstes eingetroffen waren und die gestürzte Dame vorsorglich zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus bringen wollten, war der erheblich alkoholisierte Mann damit gar nicht einverstanden, wollte dies verhindern und beleidigte die Rettungsassistenten ebenfalls aufs Übelste.

Überwältigt und gefesselt

Die Streifenbesatzung der Polizeiinspektion, so wird in ihrem Pressebericht gemeldet, war gerade noch dabei, im Treppenhaus den Sachverhalt aufzunehmen, als sich der 38-Jährige mit einer Biegehantel bewaffnete und auf die Polizeibeamten zustürmte. Er hatte die flexible Feder über den Kopf gehoben und war kurz davor auf die Beamten einzuschlagen. Ein Beamter zog die Dienstwaffe und forderte den Täter auf, die Hantelstange endlich fallen zu lassen. Diese Androhung zeigte Wirkung und der 38-Jährige legte die Biegehantel auf den Boden. Er wurde überwältigt und gefesselt. Die Polizeibeamten und der Täter blieben unverletzt. Wegen seiner Alkoholisierung - ein Test ergab 2,2 Promille - ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme an. Diese folgte im St.-Anna-Krankenhaus. Seinen Rausch musste der Randalierer dann in einer Haftzelle im Schloss ausschlafen. Am Montagmorgen wurde der Koch auf freien Fuß gesetzt.

Ihn erwartet nun, so die Polizei weiter, ein ganzer Strauß an Strafanzeigen, unter anderem auch wegen Widerstands und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

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