10.09.2020 - 23:57 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

B 14: Ende der Sperrung in Sicht

Vier Kilometer Bundesstraße sind geschafft, die B 14 hat zwischen Sulzbach-Rosenberg und Hahnbach ein neues Gesicht bekommen. Ab nächster Woche kann das jeder besichtigen - die Straßensperrung ist dann vorbei.

Noch sind Restarbeiten wie das Asphaltieren zu erledigen – die Bautrupps schaffen das aber bis Ende nächster Woche.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

38 000 Quadratmeter, das sind rund sechs Fußballfelder, so groß ist die Straßenfläche, die erneuert wurde. Am 17. August trat aus Sicherheitsgründen die Vollsperrung der B 14 in Kraft, dazu die weiträumigen Umleitungen. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach hatte die Maßnahme in den Ferien angesetzt, jetzt ist ein Abschluss noch weit vor dem angenommenen Ende am 30. September in Sicht.

Ohne Verzögerung

Baudirektor Stefan Noll lobt die Fachleute: "Die ausführende Baufirma hat die Arbeiten ohne Verzögerungen so weit vorangetrieben, dass ab dem ersten Schultag die Schulbusse mit Sondergenehmigung die Baustelle wieder passieren konnten." Die endgültige Freigabe des Verkehrs stellte er im Gespräch mit unserer Zeitung für Ende nächster Woche in Aussicht.

Bei einem Besuch auf dem Abschnitt erläutert der Abteilungsleiter die Restarbeiten: "Sämtliche Einfahrten müssen angeglichen werden, denn die neue Straße ist durchschnittlich etwa 14 Zentimeter höher." Auch Schutzplanken werden viele Meter gesetzt, am Ende folgen Fahrbahnmarkierungen.

Was genau haben die Kolonnen dort in den letzten drei Wochen gearbeitet? "Wir haben die schadhaften und verbrauchten Asphaltdeck- und Binderschichten abgefräst und erneuert, und das auf rund 4,1 Kilometer und einer Gesamtfläche von 3,8 Hektar." Die Gesamtkosten der Asphaltierungs-, Markierungs- und Schutzplankenarbeiten beziffert Stefan Noll auf 1,6 Millionen Euro.

Und es gab noch eine Besonderheit: Nach Erneuerung und Verstärkung des abgefrästen Fahrbahnaufbaus nutzte man die Maßnahme gleich dazu, mit einer Verbesserung der Querneigung sogenannte "entwässerungsschwache Zonen" zu beseitigen, das sind Fahrbahnabschnitte mit geringer Neigung, die große Aquaplaning-Gefahr bergen. "Da sind noch mal rund 5000 Tonnen Asphalt reingeflossen", ergänzt der Straßenbau-Experte.

Anpassung läuft

In dieser und kommender Woche laufen noch umfangreiche Anpassungsarbeiten an den zahlreichen Einmündungen, Zufahrten und Busbuchten. Gleichzeitig werden die Schutzplanken mit schwerem Gerät eingeschlagen, dann kommt die langersehnte Markierung. "Mitte nächster Woche wird die Vollsperrung aufgehoben", freut sich Stefan Noll und dankt den Anliegern für ihr Verständnis bei den nicht immer störungsfrei verlaufenen Schwerarbeiten. Lohn dafür: eine neue, makellose B 14.

Mehr zum B 14-Projekt

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Daten und Fakten

Baulänge 4,1 Kilometer, Asphaltfläche 38 000 m², verbaute Materialmengen: 20 000 Tonnen Tragschicht-, Binderschicht und Deckschichtmaterial einschließlich der Asphaltmassen für die Querneigungsverbesserungen und Anpassungen der Zufahrten, rund 12 000 Meter Markierung, 4500 Tonnen Schotter zur Auffüllung der Bankette, rund 2000 Meter Schutzplanken, ausführende Baufirma: Richard Schulz Tiefbau GmbH und Co KG, Niederlassung Pfreimd, Baubeginn: 17. August, Bauende voraussichtlich Mitte kommender Woche.

Rund 14 Zentimeter ist die neue B 14 an manchen Stellen nun höher, zeigt Baudirektor Stefan Noll an dieser Einmündung.
Alle Einfahrten und Einmündungen müssen noch angeglichen werden, wie hier bei Luppersricht.

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