22.03.2019 - 16:45 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bahnhof Großalbershof in Berlin versteigert

Alte Bahnhofsgebäude erfreuen sich bei öffentlichen Versteigerungen in Berlin weiterhin großer Beliebtheit. Für 42 000 Euro kam das ehemalige Empfangsgebäude im Stadtteil Forsthof am Donnerstagnachmittag unter den Hammer.

Der Bahnhof Großalbershof im Stadtteil Forsthof wurde in Berlin für 42 000 Euro versteigert.
von Externer BeitragProfil

Bei der Auktion hatte das Mindestgebot für den Bahnhof Großalbershof an der Strecke Neukirchen-Weiden, der 1875 eröffnet wurde, bei 4000 Euro gelegen. Zusätzlich zum Preis muss der Käufer noch 9,52 Prozent Maklercourtage, 3,5 Prozent Grunderwerbssteuer und die Notarkosten bezahlen. Verkäufer war die Deutsche Bahn, die vor drei Monaten bereits für den Bahnhof in Vilseck 39 000 Euro erlöst hatte.

Wer der neue Eigentümer wird, blieb zunächst unbekannt, das Auktionshaus macht dazu aus Gründen des Datenschutzes keine Angaben. Er (oder sie) war jedenfalls einer von zahlreichen Telefon- und Online-Bietern, die nicht anwesend waren. Sie trieben den Preis für den zweigeschossigen Klinkerbau hoch, während von den Anwesenden im Saal des abba-Hotels in Berlin nur ein paar ihre Hand hoben. Im Abstand weniger Sekunden wurde das Haus dabei jeweils um 500 Euro teurer - bis zur bemerkenswerten Summe von 42 000 Euro. Schon im Vorfeld waren mehrere schriftliche Gebote beim Auktionshaus, der Deutschen Grundstücksauktionen AG, eingegangen.

Beschränkte Nutzung

Abzuwarten bleibt, ob in die Wohnung im Obergeschoss, die früher von Bahnmitarbeitern genutzt wurde, wieder jemand einzieht. Denn das Gebäude liegt im planungsrechtlichen Außenbereich und ist als Verkehrsanlage festgesetzt - die Nutzungsmöglichkeiten sind daher beschränkt. Die fast 4000 Quadratmeter umfassende Grundstücksfläche, die mitversteigert wurde, ist weitgehend als Landwirtschafts- beziehungsweise Biotopfläche festgelegt.

Versteigert wurde in Berlin auch ein weiteres Grundstück, das in Forsthof genau neben dem Bahnhofsareal und parallel zu den Eisenbahnschienen verläuft. Die fast 8000 Quadratmeter große Fläche, die weitgehend als Biotop festgesetzt ist und vom Mühlbach durchflossen wird, ersteigerte ein Bieter für 16 000 Euro. Hier hatte die Auktion bei 1000 Euro begonnen. Auch dabei machten am Ende drei Telefonbieter den Sieger unter sich aus.

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