12.08.2020 - 15:58 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Birgländer Musikanten treffen auf dankbares Publikum

Drei Monate Untätigkeit während des Lockdowns machten den Birgländer Musikanten zu schaffen. Jetzt ernetet die Kapelle viel Lob für ihre öffentlichen Proben in den Biergärten.

Drei Monate konnten die Birgländer Musikanten nicht mehr zusammenspielen. Bei ihren öffentlichen Proben ist das nun wieder möglich – auch Ansatz und eigene Kondition profitieren davon.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Als "Botschafter unserer Region" zur Untätigkeit verurteilt zu sein, grenzt fast schon an Erwerbslosigkeit. Nun, ganz so ist es bei den Birgländer Musikanten natürlich nicht, aber auch sie mussten monatelang auf ihr bewährtes Zusammenspiel verzichten. Proben-Betrieb und Auftritte fielen dem Corona-Lockdown zum Opfer. Sogar das gesamte Jahresprogramm mit vielen Kirwan musste abgesagt werden.

"Unsere letzte Probe war Mitte März, dann haben wir uns drei Monate lang nicht gesehen. Bis auf lose Kontakte per Telefon oder Whatsapp ging nichts mehr", sagt Kapellmeister Matthias Fiedler beim Pressegespräch. Um aber trotzdem wieder etwas Normalität einkehren zu lassen und den Einsatz der Instrumente möglich zu machen, setzen die Birgländer Musikanten jetzt auf die Methode "Öffentliche Probe".

Hinter dieser Form des gemeinsamen Musizierens stünden zunächst gute Kontakte zu Wirtshäusern und verschiedenen Einrichtungen. Dort trifft sich die Kapelle - entweder angefordert von den Gastronomen oder selbst von den Birgländern angeboten - zum gemeinsamen Spiel vor Publikum.

"Angefangen haben wir vor dem Feuerwehrhaus in Wolfsfeld im Freien, dann waren wir beim Fuchsbeck im Brauereihof quasi zum Altstadtfest, haben in Sunzendorf öffentlich geprobt und sind auch schon im Biergarten der Landkutsche und beim Bartl aufgetreten", blickt Matthias Fiedler auf die letzten Termine zurück.

Ein Stück Normalität

Was die Birgländer Musikanten dabei vor allem erlebten, sei eine tiefe Dankbarkeit des Publikums gewesen, das sich für die zünftige Volksmusik mit Zwiefachen, Landlern, Polkas und Drehern vielfach bedankte. "Wir haben wirklich gespürt, dass für die Leute jetzt wieder ein Stück Normalität zurückkehrt. Und für uns eigentlich auch, da wir schnell gemerkt haben, wie wichtig die Probenarbeit ist, zumal wir nach ungefähr einer Stunde schon mit unserem Ansatz zu kämpfen hatten. Und mit der Kondition natürlich auch etwas", sagt der Frontmann. Mit öffentlichen Proben wollen die Birgländer Musikanten auch in den nächsten Wochen weitermachen. So wollen sie am Freitag, 14. August, im Garten des Caritashauses St. Barbara für die Senioren aufspielen, werden am Samstag, 22. August, im Biergarten der Landkutsche etwas Woizkirwa-Stimmung aufkommen lassen und könnten sich auch bei einer "Kirwa-Ersatz-Veranstaltung" in Rosenberg Anfang September einen Proben-Termin vorstellen. Ob aber eine Veranstaltung wie der Kathrein-Tanz im November stattfinden könne, stehe auch weiterhin in den Sternen.

Mehr über die Birgländer Musikanten

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Das Sommerfest der Landkutsche nutzen die Birgländer Musikanten zu einer öffentlichen Probe – das Publikum freute sich über diese Überraschung sehr.
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