27.01.2020 - 11:23 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bumton feiert Premiere in Sulzbach-Rosenberg

Bumton - was mag das wohl bedeuten? Siegi Mühlbauers Erklärung ist einfach: „Hör' unsere Musik, und was hörst Du dann? Viel Bum und andere Töne."

Nach drei Probegigs wagen sich Bumton im Seidel-Saal vors Publikum und kommen auf Anhieb an.
von Redaktion ONETZProfil

Da schlichen fünf ganz unterschiedliche Typen auf die Bühne, griffen in die Instrumente und starteten ein musikalisches Feuerwerk, das keinen Zuschauer im ausverkauften Seidel-Saal ruhig sitzen ließ. Der Mann am E-Klavier schien mit seinen Füßen den Rhythmus so kräftig in den Bühnenboden zu schnitzen, dass sein Instrument vor ihm heftig erzitterte, förmlich über die Bühne zu springen schien.

Toni Nachreiner am Bass.

Nach seiner Ära mit rund 1500 Konzerten bei „Da Huawa, da Meier und i“ schlägt Siegi Mühlbauer jetzt ein neues musikalisches Kapitel auf. Die Band Bumton stellte er aus seinem Bekanntenkreis zusammen. Toni Nachreiner am Bass kennt er schon jahrelang. Zu Saxophonist Daniel Schmidt hatte er seit seiner Zeit an der Berufsfachschule für Musik in Plattling immer wieder Kontakt.

Saxophonist Daniel Schmidt.

Thomas Fischer ist der Jüngste des Quintetts. Beide lernten sich am Chamer Gymnasium kennen, an dem Siegi seit 2012 unterrichtet. Heute studiert Thomas Gitarre an der Hochschule für Musik in Nürnberg.

Gitarrist Thomas Fischer.

Und dann ist da noch Luis Berra, der Mann am Klavier und am Mikrofon, ein in Südamerika geborener Italiener. Er spielte und sang nicht nur, er lebte jeden einzelnen Song, jeden Ton mit jeder Faser seines Körpers. Er war Pantomime, Schauspieler, Kabarettist, wenn er mit ein paar witzigen Bemerkungen das nächste Stück ankündigte, und natürlich passionierter Musiker.

Luis Berra, der Mann am Klavier und am Mikrofon.

"Mess around" - herumalbern. Diesen Song von Ray Charles gaben sie auch zum Besten. Das Repertoire beinhaltete Interpretationen bekannter Songs von Jazz bis Rock und einige Eigenkompositionen wie zum Beispiel "House Party". Allen gemeinsam war die Spielfreude, mit der die Lieder von der Bühne regelrecht ins Publikum gefegt wurden.

Der Schlagzeuger und Initiator der Band, Siegi Mühlbauer.

Mit dem bekannten Stück "What I´d say" von Ray Charles gelang es der Band im Handumdrehen, das Publikum mit einzubeziehen, und so war der Chorus ein vielstimmiger Gesang aus dem Zuschauerraum. Der gesamte Seidel-Saal eine einzige Bühne, der Zuschauer als Interpret mittendrin. Kein Wunder, dass die Band erst nach einer Zugabe von der Bühne durfte. Und weil es so schön war, wurden die Musiker ein zweites Mal zu den Instrumenten geklatscht.

Nach einem Auftritt mit zwei Zugaben verabschieden sich Bumton von ihrem begeisterten Publikum.

Kaum zu glauben, dass ihr Auftritt nach drei Probegigs sozusagen die Premiere war. Man kann sich gar nicht vorstellen, was passieren mag, wenn die Fünf die Erfahrung von ein paar hundert Konzerte mit auf die Bühne bringen. Hoffentlich dann wieder in Sulzbach-Rosenberg.

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