16.02.2020 - 12:49 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

CO2-Bilanz: Die Landwirtschaft ist die Lösung

Jubiläum: 50te Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsring Amberg-Sulzbach e.V

Der Vortrag von Meinrad Wimmer von der Baywa, Sparta Agrar, zum Thema Zukunft der Landwirtschaft in Zeiten von Klimawandel, Digitalisierung und politischen Entscheidungen, fand großes Interesse.
von Redaktion ONETZProfil
Der 1. Vorsitzende Ulrich Kummer stellte die Probleme dar, die heute von einer realitätsfremden Vorstellung von bäuerlicher Landwirtschaft von Seiten der Bevölkerung geprägt werden.
Darin sind sich Ulrich Kummer, der Vorsitzende des Maschinen- und Betriebshilfsring Amberg-Sulzbach e.V, und Meinrad Wimmer von der Baywa einig: Der Bauer ist heute Klimawirt.
Geliebte Tradition bei der Jahreshauptversammlung: Das gemeinsame Essen.

Vorsitzender Ulrich Kummer ließ anlässlich des Jubiläums die Geschichte und erfolgreiche Entwicklung des Maschinenrings Revue passieren. Er stellte aber auch deutlich die Probleme dar, die heute von einer realitätsfremden Vorstellung von bäuerlicher Landwirtschaft seitens der Bevölkerung geprägt werden. Argumente und Tatsachen werden seit Generationen überhört. Das gelte auch für die Politik, wie die jüngsten Demonstrationen und Sternfahrten unter Beweis stellten.

Landrat Richard Reisinger vollzog einen deutlichen Schulterschluss mit der Landwirtschaft. Ohne Maschinenring wäre eine moderne Landwirtschaft heute kaum vorstellbar. Die Diskrepanz zwischen Forderungen nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln und dem günstigsten Preis müsse durchbrochen werden. Mehrkosten seien vom Verbraucher einzufordern. Ein Umdenken forderte Hans-Jürgen Reitzenstein, Dritter Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg. Hohe Qualität und Nachhaltigkeit seien mit Dumpingpreisen nicht vereinbar.

Mit zwei Zahlen machte Geschäftsführer Harald Pilhofer deutlich, welche Bedeutung der Maschinenring hat. So kann man heute auf 1090 Mitgliedern blicken. Wichtiger sei jedoch die Zahl 25 085. Das sei die Anzahl der sozialen Einsatzstunden, die von der Betriebshilfe 2019 geleistet wurden. Das sind die Dorf- und Betriebshelfer, die den laufenden Betrieb bei Ausfall des Inhabers durch Krankheit oder Unfall aufrecht erhalten.

Nach dem Essen trat Meinrad Wimmer von der Baywa, Sparta Agrar, ans Pult. Er referierte zur Zukunft der Landwirtschaft in Zeiten von Klimawandel, Digitalisierung und politischen Entscheidungen. Er machte deutlich, dass die Digitalisierung eine Chance sei, um mit den Herausforderungen Schritt halten zu können, die der Klimawandel an Landwirte stellt. So werde etwa die Bewässerung einer landwirtschaftlichen Anbaufläche in Südafrika von München aus gesteuert. Nur noch zweimal im Jahr sind Vorort-Termine nötig. Der Bauer sei heute auch Klimawirt. In der Diskussion um die CO2-Bilanz jedes einzelnen sei dieser Satz nicht von der Hand zu weisen, so der Tenor des Vortrages und weiterer Wortmeldungen. CO2 könne von der Landwirtschaft im Boden gespeichert werden. Die Bauernschaft sei also die Lösung des Problems.

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