05.08.2018 - 16:52 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

CSU will Wasserspielplatz

Sulzbach-Rosenberger, Neukirchener, Edelsfelder: In einer Stunde sieht Vorsitzender Florian Bart viele Bekannte auf dem Amberger Piratenspielplatz. Der CSU-Arbeitskreis "Kommunales" möchte so eine Attraktion für Familien in der Herzogstadt.

IOrtstermin ohne Badesachen, dafür am Piratenspielplatz für den Arbeitskreis „Kommunales“ (von links): Friedrich Bart, Tobias Neidel, Harald Schwartz, Michael Cerny, Florian Bart, Patrick Föhlich und Stefan Frank.

Deshalb trafen sich die Mitglieder am Freitagnachmittag auf dem Piratenspielplatz mit Ambergs OB Michael Cerny. Plantschende Mädchen und Buben, entspannt plaudernde oder relaxende Eltern: So eine Szenerie kann sich Vorsitzender Florian Bart gut auch im Stadtpark vorstellen. Dort gibt es zwar Rutschen und Spielgeräte, aber "in der prallen Sonne hält es dort keiner aus". Besser wäre ein Wasserspielplatz, vielleicht kleiner dimensioniert als in Amberg. Dafür erhoffte er sich Tipps von Cerny.

Der empfahl, keine Billiglösung anzuvisieren. "Es schaut einfach aus, aber man muss sich um die Qualität des Wassers kümmern." In Amberg werde der kleine See von einer Quelle gespeist. Regelmäßige Wasserproben stellen sicher, dass keine Gefahr für die Gesundheit ausgeht. Und wenn doch, wird das Wasser abgelassen und frisch aufgefüllt. Die Pflege und der Unterhalt würden über den Betriebshof abgewickelt. "Ich finde, das ist ein wahnsinnig positiver Standortfaktor für Amberg. Viele Familien fahren deshalb von Sulzbach-Rosenberg nach Amberg. Warum sollte man sich nicht mal etwas positives abschauen und übernehmen?", stellte stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender Patrick Fröhlich die Frage.

OB Cerny empfahl, einen Ideenwettbewerb auszuloben, die Zielsetzung könne von den Stadtplanern vorgegeben werden. Natürlich lassen sich beispielsweise auch die Wünsche von Kindern berücksichtigen. Während am Pandurenspielplatz (150 000 Euro) und in der Kennedystraße (150 000 Euro) das auch gemacht wurde, arbeitete man im Falle des Piratenspielplatzes ausschließlich nach einem Konzept des Künstlers Eckart Brandau. Im Zuge der Landesgartenschau 1996 wurde das Areal erbaut. Mittlerweile setzt die Stadt Amberg auf das Konzept Groß-Spielplatz, da ein Klettergerüst mit Schaukel schon in einer Vielzahl der Gärten stehen würde. Cerny schätzte, dass für einen neuen Wasserspielplatz etwa 100 000 Euro ausgegeben werden müssten. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz empfahl den Sulzbach-Rosenbergern, den Radius der Standortsuche für einen Wasser-Spielplatz zu erweitern. "Vielleicht gibt es irgendwo brachliegende Flächen, die sich dafür anbieten." Fröhlich kündigte an, den entsprechenden Antrag für die Errichtung eines Wasserspielplatzes im Stadtrat zu stellen.

Auch zum Thema Sportförderung klopfte Florian Bart die Vorgehensweise in der Nachbarkommune ab. Er selbst sei im Verein, beim SV Kauerhof, groß geworden. Deshalb liege ihm die Struktur sehr am Herzen. "Wenn ich die Vereine nicht finanziell entlaste, brauche ich mich nicht wundern, dass ihnen die Luft ausgeht." OB Cerny blickte zurück auf die Entstehungsgeschichte der Förderrichtlinie, die aus einer Schieflage heraus entstanden sei. Turnhallen-Benutzer mussten deshalb Gebühren bezahlen, die wiederum an Vereine ausgeschüttet wurden, die eigene Anlagen betreiben. 2014 sei die Investitionsförderung beschlossen worden. Mit bis zu 25 Prozent Förderung von der Stadt und etwa 20 Prozent vom BLSV seien Konzepte zur Instandhaltung von Gebäuden für Vereine realisierbar geworden. "Wir brauchen ja nicht die High-end-Variante wie im Raigeringer Pandurenpark, aber hygienische Sanitäranlagen sollten schon bei jedem Verein drin sein", gab Bart die Devise vor. Sulzbach-Rosenberger Vereine würden auch bisher schon unterstützt, "aber eher punktuell", sagt Fröhlich.

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