02.06.2021 - 13:08 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Defibrillatoren in Sulzbach-Rosenberg: Kleine Lebensretter helfen Laien

Dass Defibrillatoren Leben retten, da sind sich die Stadt Sulzbach-Rosenberg und das Rote Kreuz einig. Deshalb ist es ihnen ein Anliegen, diese kleinen Lebensretter, die Laien im Notfall unterstützen, wieder mal ins Blickfeld zu rücken.

Das BRK bietet immer wieder Kurse für den richtigen Umgang mit dem Defibrillator an.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

"Defibrillatoren sind lebensrettend", sagt Bürgermeister Michael Göth. Rettungsdienstleiter Erwin Gräml vom BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach und Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl können dieser Aussage nur zustimmen. Gräml sagt, wie wichtig es auch sei, Defibrillatoren immer wieder den Bürgern ins Gedächtnis zu rufen. Früher habe es diese Geräte nur in Krankenhäusern gegeben, später dann wurde auch der Rettungsdienst damit ausgerüstet. Inzwischen sind die Geräte so konzipiert, dass jeder Laie – wirklich jeder – sie ohne eine spezielle Anwendung oder Vorkenntnisse sie im Notfall anwenden kann.

Wie Gräml weiter ausführt, sei das Rote Kreuz seit 2014 an diesem Thema dran und setze sich dafür ein, dass Defibrillatoren im öffentlichen Raum aufgestellt werden. "In der Stadt Sulzbach-Rosenberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach haben wir da inzwischen ein ziemlich gutes Netz", sagt er über die Standorte. Auf Nachfrage von Bürgermeister Göth, wo denn in der Stadt noch eine Lücke sei, die man eventuell schließen könne, fiel Gräml nur noch ein potenzieller Standort ein: im Bereich des Dultplatzes.

Landkreisweit betreut das Rote Kreuz 45 Defibrillatoren. Rechnet man alle ein, die öffentlich zugänglich sind, kommt man auf über 60 Geräte. Diese Standorte sind auch in einer Karte eingezeichnet. Bisher gab es für die Standorte eine Blatt in DIN A4, informierte Gräml. Doch angesichts der Zahl an öffentlichen Defibrillatoren sei man da längst an eine Grenze gekommen, was gut darstellbar ist. Da dies zu unübersichtlich wäre, gibt es laut Erwin Gräml nun eine digitale Karte bei Google Maps. Der Rettungsdienstleiter verwies auch auf Apps wie zum Beispiel die Rotkreuz-Defi-App (momentan nur für Apple verfügbar; Alternative für Android: Defi-Kataster).

Vor Corona hatten auch immer mal wieder Vereine oder Einrichtungen beim Roten Kreuz wegen Defibrillator-Schulungen angefragt. Da dies in der Pandemie nicht in Präsenz möglich sei, hat das BRK eine digitale Lernanwendung konzipiert, "durch die man sich klicken kann". Wie Rosalia Wendl erklärt, sind auch auf der städtischen Homepage (www.suro.city.de) die Defibrillatoren-Standorte von Sulzbach-Rosenberg aufgeführt. Sie appelliert an Einrichtungen, deren Defibrillatoren ebenfalls öffentlich zugänglich sind, die Standorte der Stadt oder eben dem Roten Kreuz zu melden.

Defibrillatoren, die Laien benutzen, sind selbsterklärend. Das Gerät führt den Anwender per Sprachausgabe durch die zu ergreifenden Maßnahmen. Rosalia Wendl spricht von einer möglichen Hemmschwelle, das man sich nicht traut, im Notfall das Gerät zu verwenden. Scheu davor müsse niemand haben, betont Gräml. "Den einzigen Fehler, den man machen kann: Dass man sich nicht traut." Die Handhabung eines Defis ist längst auch fester Bestandteil der Erste-Hilfe-Ausbildung geworden.

Bürgermeister Michael Göth, Rettungsdienstleiter Erwin Gräml und Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl (von links) vor dem öffentlichen Defibrillator-Standort am Luitpoldplatz (an der Bushaltestelle).
Service:

Standorte der Defibrillatoren

  • Sparkasse (Sparkassenplatz 1)
  • Kirwafestplatz Rosenberg (Hauptstraße)
  • LCC (Obere Gartenstraße 3)
  • Vor dem Rathaus (Luitpoldplatz, an der Bushaltestelle)
  • Bereitschaftspolizei (Franz-Josef-Strauß-Straße 1)
  • Großalbershof (Bushaltestelle Dorfmitte)

Erste-Hilfe-Kurse laufen in der Pandemie weiter

Amberg

 

 

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