Es handelt sich um eine altbekannte Masche. Bereits mehrfach wurde in den vergangenen Jahren vor dem Auftreten der ominösen Mitarbeiter gewarnt.
Die Vorgehensweise ist immer die gleiche. Die Betrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und behaupten, wie in diesem Falle am Telefon, dass der Computer des Angerufenen von Viren befallen sei. Dann bieten sie telefonisch oder über das Internet Software an, die angeblich bei der Säuberung des befallenen PC's helfen soll.
In diesem Fall offerierte der Betrüger dem 73-jährigen Rentner eine Fernwartung und loggte sich so auf dem Rechner des Rentners ein. Ihm gelang es, Daten auszuspähen und einen sogenannten Trojaner zu installieren. Der Senior bezahlte darüber hinaus gutgläubig auch noch über 50 Euro per Online-Banking auf eine Bank im Ausland. Als der Sohn des Rentners nach Hause kam und feststellte, dass der Mauszeiger wie von Geisterhand über den Bildschirm des Rechners wanderte, zog er kurzerhand die Reißleine und kappte alle Verbindungen zwischen Rechner und Außenwelt. Es dauerte aber nicht lange und schon klingelte das Telefon wieder. Nun wurde ein Betrag von 450 Euro gefordert. Sollte das Geld nicht überwiesen werden, würde der PC gesperrt bleiben. Der Geschädigte beendete das Telefonat und wandte sich umgehend an die Polizeiinspektion am Luitpoldplatz.
Die Firma Microsoft warnt auf ihrer Internetseite seit langem vor dieser Betrugsmasche, mit der sie und ihre Mitarbeiter selbstverständlich nichts zu tun haben. Vielmehr wird darauf hingewiesen, dass Microsoft keine unaufgeforderten Telefonanrufe durchführt und auch sonst keine persönlichen oder finanziellen Daten anfordert. Es würden niemals aktiv Kreditkarteninformationen abgefragt oder angeboten, das defekte oder befallene Gerät zu reparieren. Ein Kontakt zum Microsoft-Support erfolge ausschließlich auf Initiative der Nutzer, niemals umgekehrt.
Polizeihauptkommissar Peter Krämer rät in diesem Fall: "Sollten Sie von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter kontaktiert werden, beenden Sie sofort das Telefongespräch und installieren Sie niemals irgendeine Fremdsoftware auf Ihrem Computer oder sonstigem Gerät (Laptop, Tablet oder Smartphone). Wenden Sie sich stattdessen unverzüglich an die Polizei und erstatten Anzeige."



















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