Update 29.06.2018 - 16:33 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Erst geplagt, dann erfreut

Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist die Turnhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums fertiggestellt. Bei der Einweihung des 2,5-Millionen-Euro-Projekts geht es auch um eine entbehrungsreiche Zeit und einen Mosaikstein im Gesamtkunstwerk.

Statt des symbolischen Schlüssels übergab Architekt Alfred Popp (links) eine Torte an Schulleiterin Gisela Lehnerer und Landrat Richard Reisinger.

"Nun können sowohl die Schüler als auch die Vereine die Halle erobern und mit Leben füllen", betonte Landrat Richard Reisinger, der quasi als Hausherr die Begrüßung der Gäste übernahm. Er freute sich über die Abordnungen der Schulen im Umgriff, die sich als Partner des SFZ verstehen, benannte alle am Bau beteiligten Personen, zuvorderst das Architekturbüro Popp, die Schulfamilie mit Rektorin Gisela Lehnerer an der Spitze sowie die Vertreter der Geistlichkeit und Kommunalpolitik.

"Die Sanierung der Turnhalle ist der Abschluss des dritten Bauabschnitts der Generalsanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums Sulzbach-Rosenberg. Wegen einer außerplanmäßigen Neuausschreibung verzögerte sich die Fertigstellung der Turnhalle um ein paar Monate. Geplant war die Ausführung von August 2016 bis August 2017. Die tatsächliche Fertigstellung war im April dieses Jahres", führte der Landrat einige Fakten an.

Seit Mai könne nun die Halle von der Schule und den Vereinen genutzt werden. Während der Bauzeit nutzte das SFZ die Turnhalle der Krötenseeschule für den Sportunterricht. "Der Mosaikstein Turnhalle ist eingebettet in das Gesamtkunstwerk Generalsanierung Sonderpädagogisches Förderzentrum", freute sich Richard Reisinger über diese wichtige Stufe. Viel Lob galt auch den Schülern und Lehrern als "geplagte Erlebniszeitzeugen unserer Bauabschnitte".

Gisela Lehnerer schloss sich den Dankesworten an, erwähnte auch Belastungen während der Bauphase und sprach von der fertiggestellten Turnhalle als weiteren Meilenstein der Generalsanierung. Während der Moderation der musikalischen und sportlichen Einlagen aus der Schülerschaft verwies die Leiterin auch auf die Bedeutung des Sports und dankte für die vorbildliche Kooperation aller Beteiligten.

Architekt Alfred Popp ließ die Baugeschichte nochmals Revue passieren, dankte seinem Kollegen Josef Spichtinger als Bauleiter und stellte die Beteiligung der künftigen Nutzer am Planungsprozess als ungemein wichtig heraus. Mit der Segnung durch Kaplan Daniel Fenk und Pfarrer Roland Kurz folgte die offizielle Freigabe der Turnhalle.



Info:

Hintergrund & Fakten

Die Einfachsporthalle ist mit Umkleiden, Wasch- und Nebenräumen sowie einem Konditionsraum ausgestattet und verfügt über einen Schwingboden mit Fußbodenheizung. Im Kellergeschoss befinden sich die Technikräume. Die Gebäudetechnik entspricht KFW 70 Standard. Für die Bauleitung war das Gebäudemanagement des Landkreises zuständig. Die Wärmeversorgung erfolgt durch Fernwärme, die CO2-neutral bei der Stromerzeugung mit Biomasse in Form von Holz nachhaltig produziert wird. Der notwendige Luftwechsel erfolgt mittels einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Das Sonderpädagogische Förderzentrum verfügt außerdem über eine Photovoltaikanlage, deren installierte Leistung für den Eigenverbrauch ausgelegt ist. Überschüsse werden zur Brauchwassererwärmung der Wasch- und Duschanlagen der Turnhalle genutzt. Im Herbst soll die Generalsanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Sulzbach-Rosenberg abgeschlossen sein. Die Kosten von rund 14 Millionen Euro tragen der Landkreis Amberg-Sulzbach als Sachaufwandsträger und der Freistaat Bayern (Förderung nach vorläufiger Prognose rund 5 Millionen Euro). Hinzu kommen Mittel des Bundes in Höhe von rund 450 000 Euro.

Am meisten freuten sich die Kinder bei ihren vielbeklatschten Einlagen über die Freigabe der Schulturnhalle.
Kaplan Daniel Fenk (links) und Pfarrer Roland Kurz bei der Segnung der neuen Turnhalle.

Bildergalerie zur Einweihung der sanierten Turnhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums.

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