Das ambulante Zentrum St. Anna hat die Frauenarztpraxis Prahl in Sulzbach-Rosenberg übernommen. Das geschah bereits zum 1. Juli. Nun ziehen Geschäftsführer Thomas Baldauf, ärztliche Leitung Dr. Andrea Hartmann und Fachärztin Birgitta Kigadye eine erste Bilanz.
"Wir konnten die bestehenden Praxisräumlichkeiten nach kleinen Renovierungs- und Optimierungsarbeiten nahtlos übernehmen. Die IT-Ausstattung wurde angepasst und somit konnte ohne große Schwierigkeiten mit der Betreuung und Versorgung der Patientinnen gestartet werden", berichtet Geschäftsführer Thomas Baldauf.
Die ehemalige Praxis Prahl in der Neustadt 11 fungiert nun als Filiale des ambulanten Zentrums St. Anna. Ihren Hauptsitz hat die gynäkologische Praxis in der Fröschau 38 unter Leitung von Dr. Andrea Hartmann. Trotz der kurzen Übernahmephase konnte ein komplett neues Praxisteam gefunden werden. Die Leitung übernimmt Birgitta Kigadye, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Erweitertes Leistungsspektrum
Kigadye war zuletzt tätig als Frauenärztin in der Ameos-Rehaklinik Ratzeburg (Schleswig-Holstein). Die Reha-Klinik ist eine von nur fünf zertifizierten Rehakliniken für Endometriose in ganz Deutschland. Zuvor war sie angestellte Frauenärztin im MVZ St. Marien in Amberg. Kigadye selber ist nach den ersten Monaten im Ambulanten Zentrum St. Anna positiv überrascht, wie schnell und gut sich das komplett neu zusammengestellte Praxis-Team gefunden hat. "Ich kannte im Vorfeld keine der neuen Mitarbeiterinnen, und diese kannten mich nicht – wir haben uns also alle gemeinsam auf das Abenteuer Praxisübernahme Dr. Prahl eingelassen", sagt Kigadye. "Die Patientinnen und Dr. Prahl selber helfen uns natürlich dabei. Sie zeigen sich alle sehr dankbar, dass die Praxis weiterläuft und bringen die notwendige Geduld mit."
Mit dem Wechsel entstanden auch mehr Leistungen. Neben der gynäkologischen und geburtshilflichen Grundversorgung bietet Kigadye zusätzlich die "fachgebundenen humangenetischen Leistungen" an., heißt es in der Pressemitteilung. Diese Leistungen umfassen genetische Beratungen und Untersuchungen. Genetische Risiken in der Schwangerschaft werden abgeklärt. Auch gibt es Diagnosen und Beratungen bei Verdacht auf Erbkrankheiten in der Gynäkologie. Zudem werden erweiterte Ultraschall-Leistungen angeboten.
Weitere Schwerpunkte sind die Prävention gynäkologischer Erkrankungen und der Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Beispiele sind Endometriose, hormonelle Funktionsstörungen oder Behandlungen nach einer Krebsdiagnose.
Langfristiger Praxisbetrieb geplant
Leiterin Dr. Andrea Hartmann zeigt sich überzeugt, dass eine verlässliche medizinische Betreuung sichergestellt werden kann, sodass alle Frauen Zugang zu zeitnaher, kompetenter Beratung und Behandlung haben.
Der Praxis steht lediglich ein halber Kassensitz zur Verfügung. Halber Sitz heißt halbe Anzahl an voll abrechenbaren Patientenzahlen – alle "zu viel" behandelten Patienten werden nicht mehr voll honoriert. "Es hat mit Budgetierung zu tun", heißt es laut der Pressestelle des St.-Anna-Krankenhauses. Daher begrenzen sich die aktuellen Sprechzeiten auf Vormittage sowie auf Termine nach Vereinbarung. Oberste Priorität hat derzeit die Versorgung des bestehenden Patientenstamms. In Zukunft sollen aber auch am Nachmittag reguläre Sprechzeiten angeboten werden.



















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