Seit Anfang Juni gibt es die Kommode in der Neutorgasse 7. Dieser Secondhand-Laden verkauft geschenkte Kleidung und Accessoires für Damen, Herren und Jugendliche. Damit wendet er sich gegen die Konsum- und Wegwerfmentalität von Kleidung, indem gut erhaltene Sachen weitergegeben und wieder getragen werden. Den gesamten Gewinn aus dem Verkauf spendet die Kommode, wie es in einer Pressemitteilung der Initiatoren heißt, "in regelmäßigen Abständen an soziale und ökologische Projekte, die regional und auch global sein können". Die Empfängerin der ersten 750 Euro steht jetzt fest.
Viele Sulzbach-Rosenberger bedauerten die Absage des Altstadtfests - besonders Elfriede Kopp. In den vergangenen 14 Jahren baute sie vor dem Textilhaus Carl Schmidt ihren Stand auf und versorgte die Besucher mit selbst gebackenen Kücheln. Um die 2000 Stück gingen an einem Festwochenende über die Theke. Den gesamten Erlös spendete Elfriede Kopp über die Franziskusschwestern Vierzehnheiligen einem Kinderheim in Huanuco in Peru und einer Organisation, die Straßenkinder in Lima mit Mahlzeiten versorgt. Auf diese Idee kam sie durch ihre Tochter Melanie, die 2007 einige Monate in diesem Kinderheim gearbeitet hat und ganz konkret mit der Armut dort konfrontiert wurde. 2009 besuchte sie selbst das Kinderheim in Huanuco, was ihren Wunsch zu helfen noch verstärkte. Ihre leckeren Kücheln backt sie auch für Familienfeiern das ganze Jahr über und spendet die Einnahmen regelmäßig. Die große Quelle Altstadtfest sprudelte heuer wegen der Coronakrise aber nicht. Das Loch stopfte die Kommode, für die Gerda Krusche 750 Euro an Elfriede Kopp übergab.
















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