Suchaktionen, schlaflose Nächte und vergossene Tränen – Familie Caly aus Sulzbach-Rosenberg hat einiges durchgemacht, seitdem ihr Graupapagei Sasha Mitte Februar weggeflogen ist. Trotzdem hat Maria Caly Hoffnung, dass das Vogelweibchen noch lebt und auch, dass es wieder zu ihr zurückkommt. Regelmäßig sei sie auf der Suche nach dem verlorenen Familienmitglied. Die 28-Jährige vermutete lange, der Vogel hat bei jemand Unterschlupf gefunden. Deshalb will sie dem, der Sasha abgibt, 3000 Euro zahlen. Ursprünglich hatten die Calys 1000 Euro Finderlohn ausgeschrieben. Der Papagei sei ihnen das wert – "und noch viel mehr".
Jäger findet den Falschen
Hinweise von Bürgern, die den Papagei oder Spuren von ihm gesehen haben, gehen täglich ein. Zum Beispiel der Anruf eines Jägers aus Ursensollen: Er sieht einen Graupapagei herumfliegen. Maria Caly und ihr Verlobter setzen sich sofort ins Auto. Der Papagei fliegt ihr vor Ort sofort auf die Hand und kommt in die Transportbox. Maria Caly ist sicher, dass es Sasha ist: "Ich habe ihm gleich einen Kuss gegeben. Dieses Glücksgefühl kann man nicht beschreiben." Auch der Jäger freut sich über die Belohnung in Höhe von 1000 Euro. Zuhause merkt Caly aber, dass etwas nicht stimmt. Die Hunde knurren den Papagei an, und der vermeintliche Sasha kennt sich in der Wohnung nicht aus. Die Ringnummer beweist es dann: Es ist ein entflogener Graupapagei aus Ursensollen. Am nächsten Tag bringen die Calys den Vogel seinem Besitzer zurück. "Es gab keine Anzeichen, dass jemand seinen Papagei vermisst." Die Erklärung: Der Besitzer erlaube seinen Vögeln, frei zu fliegen.
Frau fängt Taube ein
Auch kurios ist der Anruf einer Frau aus Sulzbach-Rosenberg, die meldet, sie habe einen Graupapagei gefunden. Voller Hoffnung fährt Familie Caly zu ihr. Sowohl die Finderin als auch die Suchenden sind enttäuscht, als sich herausstellt, dass sie eine Taube eingefangen hatte.
Trotz der Enttäuschungen ist Maria Caly noch immer optimistisch. Zuletzt ging die Familie mit ihren Hunden im Wald etwa einen Kilometer von ihrem Haus entfernt spazieren. Dort fanden sie in einem Busch rote Federn. Maria Caly ist sicher, dass sie von Sasha stammen und er sie nicht in einem Kampf verloren hat: "Es waren nur einzelne und keine großen Feder-Flecken." Der Fund bestärkt sie darin, dass ihr Vogel lebt und wieder zurückkehrt. Hoffnung schöpft sie auch aus den Facebook-Gruppen, in denen von Papageien zu lesen ist, die auch nach mehreren Wochen wieder zu ihren Besitzern finden.
Bürger können sich melden
Der Vogel hat einen relativ großen Kopf und markante rote Schwanzfedern. Außerdem ist Sasha an einem Fuß beringt. Hinweise können per Telefon gegeben werden. Unter den Nummern 0176/11744250 oder 0163/7152989 ist Familie Caly erreichbar.

















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