Sulzbach-Rosenberg
05.03.2019 - 18:25 Uhr

Faschingszug-Premiere: Rosenberg trotzt dem Regen

Schlechtes Wetter hat die Rosenberger noch nie von einem Fest abgehalten. So waren auch die Aussichten auf einen nassen und stürmischen Faschingsdienstag kein Grund, den geplanten, CO2-freien Faschingsumzug abzusagen.

von mfh

Petrus hätte es nicht anders treffen können, pünktlich um 14 Uhr setzte der Regen ein. Das tat dem Faschingsspaß aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Auf dem Netto-Parkplatz hatten sich mittlerweile viele Teilnehmer eingefunden.

Zuschauer begeistert

Die Straße durch Rosenberg wurde von Schaulustigen gesäumt. Sie wollten dabei sein bei diesem ersten Rosenberger Faschingsumzug. Zwei Trommler der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein führten den Zug an.

Es folgten die Jugendgruppe der Modellbauer, der Kindergarten, die drei Mädels von der Eisdiele, eine Abordnung der Zauberhöhle, die Kirwa-Leit mit einem Rentenmotiv-Wagerl und jede Menge privater Kleingruppen. Die Firma Heidtmann feiert dieses Jahr ihr 70-jähriges Firmenjubiläum und nahm gleich mit zwei Motiv-Wagen teil.

Der Zug zog sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Länge, feierten doch Teilnehmer und Zuschauer am Straßenrand gemeinsam. Manchmal blieb es nicht nur bei einem Prost, so dauerte mancher Halt etwas länger als geplant. Auch die Gardemädels von der Knappnesia hatten einen eigenen Verpflegungswagen dabei. Sie zeigten zudem deutlich, wie man das Wetter ignorieren kann. Dünne Kunststofffolien schützten ihre Uniformen. Martin Patsch, designierter Chauffeur des Knappnesia-Wagerls: "A bisserl Regen ist doch für einen Rosenberger kein Grund, um daheim zu bleiben, für uns von der Knappnesia schon zweimal nicht!"

Erfreut von der großartigen Resonanz bei Beteiligten und Zuschauern zeigte sich Barbara Meier von der Firma Heidtmann: "Tolle Veranstaltung! Die Rosenberger sind einfach nicht zu bremsen!" Rosenberg hat also einen eigenen Faschingsumzug: Aus einer bierseligen Idee letztes Jahr wurde eine tragfähige und vor allem bei den Sulzbach-Rosenbergern akzeptierte Veranstaltung.

Martin Franitza, Ansprechpartner des selbstorganisierenden Umzugs: "Mit einer so großen und vor allem positiven Resonanz haben wir nicht gerechnet. Unser Dank gilt der Feuerwehr für die Unterstützung und natürlich den Rosenbergern, die diesen Umzug, egal ob als Aktive oder als Zuschauer, zu diesem großartigen Event gemacht haben. Das zeigt wieder einmal den Zusammenhalt!"

Putzen am Schluss

Den Abschluss bildete der Wagen der Putzkolonne. Das Motivwagerl hatten Margit Fischer und Heidi Franitza mit allerlei Putzutensilien geschmückt. Die Platzierung der Putzkolonne am Ende des Zuges hatte auch einen praktischen Grund, denn hier wurden gleich wieder "alte Kamellen" eingesammelt.

Professionell abgesichert von der Feuerwehr Rosenberg endete der Faschingszug nach einer guten dreiviertel Stunde im Fischergarten. Dort warteten schon warmer Leberkäs, Krapfen und noch mehr gute Sachen auf die Besucher. Noch lange hörte man das rhythmische Trommeln von Klopfern und das eine oder andere Prost.

 
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