Update 24.06.2018 - 15:36 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Feierlaune ungebrochen

Tausende Besucher verwandelten am Wochenende die Altstadt in eine Partymeile. Trotz kalter Nächte - die Gäste tummelten sich in bester Feierlaune bis weit nach Mitternacht.

Tanzen gegen die Kälte: Trotz der kühlen Temperaturen am Abend war die Festmeile voll und bei den Gästen herrschte Partystimmung, wie hier vor der Rathaus-Bühne beim Auftritt der Live-Combo „Keine Ahnung“. Auch die Fußball-WM brachte dem 42. Altstadtfest einen zusätzlichen Besucherschub.

Die Befürchtung, das Wetter könnte dem 42. Altstadtfest einen Strich durch die Rechnung machen, hat sich nicht bewahrheitet. Weder Regenschauer noch die für die Jahreszeit ungewöhnlich frischen Temperaturen, die nachts sogar an der 10-Grad-Marke kratzten, konnten die Stimmung vermiesen. Auch der Rathauschef gab sich gelassen: "Ich habe mir zwar besseres Wetter gewünscht, aber das wird der Feierlaune nicht im Wege stehen." Und als Tipp fügte Göth augenzwinkernd an: "Warm anziehen oder früher heim gehen."

Insbesondere Letzteres dürften jedoch nur wenige befolgt haben. Bereits am Freitag war zwischen Capitol und Landkutsche kaum mehr ein Durchkommen: Die Besucher drängten sich am Straßenrand, um den Eröffnungs-Festzug vom Stadtturm zur St.-Marienkirche zu beobachten. Eine Abordnung der Stiber feuerte um 18 Uhr mit historischen Böller-Waffen zweimal Salut und setzte damit den rund 350 Personen umfassenden Zug in Bewegung. Neben dem Kindergarten St. Marien marschierten auch eine 80 Mann starke US-Schwadron der Vilsecker Stryker-Brigade sowie zahlreiche historische Gruppen in mittelalterlichen Gewändern, Rüstungen und Uniformen mit. Neben etlichen Vereinen aus der Oberpfalz waren mit dem "Spundlochhaufen Ingolstadt" und der "Dracheneiche München" auch Vertreter aus Oberbayern im Tross.

Das Altstadtfest ist im regionalen Veranstaltungskalender eine echte Größe und zieht Besucher auch von außerhalb der Landkreisgrenzen an. Obwohl sich die Zahl nur schwer schätzen lässt, so rechnet Fred Tischler mit circa 40- bis 60 000 Besuchern, die am Festwochenende in die Stadt kamen. "Natürlich waren wir letztes Jahr vom Kaiserwetter verwöhnt, aber der Sulzbacher versteht zu feiern - und das völlig unabhängig vom Wetter", so der Kulturamtsleiter.

Gemeinsam mit seinen beiden Mitarbeiterinnen ist Tischler Hauptorganisator und darum bemüht, das Altstadtfest für alle Zielgruppen attraktiv zu halten. So wurden Verträge mit rund 30 Bands geschlossen, etliche davon waren das erste Mal vertreten, darunter die "Penny Royal Bluegrass Band", "Intermezzo" oder "Art Club". Auch am Luitpoldplatz gab es Veränderungen. Dort gab es diesmal keine Sitzgelegenheiten; anstelle dessen sollte ein großes Barzelt, Livemusik und ab 22 Uhr ein Disc Jockey vor allem jüngeres Publikum ansprechen.

Dass es dabei auch zu später Stunde laut werden kann, ist dem Amtsleiter bewusst. "Ich möchte mich herzlich bei der anwohnenden Bevölkerung bedanken. Das Fest kann auch eine Zumutung sein, wenn man drei Tage lang beschallt wird", zeigt sich Tischler verständnisvoll.

Die Fußball-WM und der Stadtlauf am Sonntag wirkten zusätzlich als Besuchermagnet. Das Besondere am Altstadtfest sei die enorme Vielfalt, so Tischler: "Von der Trachtenkapelle bis zur Punkband, die vielen Gastro-Angebote und das Lager der Stiber, es ist wirklich alles dabei." Erst das Engagement der Vereine und ihrer Helfer würde das Wochenende zu dem machen, was es ist: Die neben der Annabergwoche "wichtigste touristische Veranstaltung, ein tolles Fest, von Bürgern für Bürger mit exzellentem Ruf und beeindruckend vielen Gästen". Ausgesprochen von einem gebürtigen Amberger, hört man solches Lob in der Herzogstadt besonders gerne.




Ausgelassene Stimmung auf dem Kopfsteinpflaster: Feiern und tanzen gehören zum Party-Wochenende genauso wie kulinarische „Schmankerla“, Kultur, Geschichte und Sport und bilden zusammen den besonderen Reiz, der das Altstadtfest auch bei auswärtigen Gästen so beliebt macht.

Bildergalerie zum Altstadtfest2

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