27.06.2018 - 15:57 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Das Fest und die Toleranz

Das Altstadtfest sieht in seiner 42. Auflage an drei Tagen wieder Tausende Besucher. Auch im Stadtrat liefert das Großereignis Gesprächsstoff beim Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion.

Das Altstadtfest lebt vom vielseitigen Musikprogramm, bei dem es sicher auch mal etwas lauter zugehen kann.

Unbestritten ist, dass der Chef im Kulturamt weiß, wie man publikumsträchtige Events organisiert. Viele Faktoren müssen zusammenspielen oder unter einen Hut gebracht werden. Am Wochenende gab es für seine "Schnittstelle" ausnahmslos Lob.

"Wir haben viele positive Stimmen gehört, die den Charakter und die Vielseitigkeit des Altstadtfestes betreffen, trotz des nicht ganz optimalen Wetters oder der Fußballübertragungen", fasst Tischler die Meinungen zusammen. Die vom stellvertretenden Inspektionsleiter, Polizeihauptkommissar Peter Krämer, im Stadtrat vorgetragene Altstadtfest-Bilanz bestätigte aufgrund der wenigen Vorfälle die Angaben des Kulturamtsleiters. "Es gab ein paar Anrufe wegen Ruhestörung und mehrere Delikte in einer innerstädtischen Disco, die aufgrund von übermäßigen Alkoholkonsum passierten", so Krämer im Rathaus. Für den Ordnungshüter aber deshalb immer noch kein auffälliges Fest, genauso wie viele ähnliche Veranstaltungen der letzten Jahre im Inspektionsbereich.

Fred Tischler muss nach eigenen Angaben bei der Organisation des Altstadtfestes vor allem beim Musikprogramm sehr viele Interessen unter einen Hut bringen. "Da kann es natürlich schon mal sein, dass sich ein Anwohner in der Nähe des Schlosses durch zu laute Musik gestört fühlt. Aber es ist uns wichtig, auch der Jugend ihren Platz einzuräumen. In Sachen Dezibel lässt sich sicher auch dort die eine oder andere Stellschraube drehen, um es nächstes Jahr noch besser zu machen.

Auch verschiedene Stadträte lobten die Ausrichtung und das Gesamtkonzept. Sie zeigten Verständnis für die eine oder andere Eingabe, appellierten aber zudem an alle Beteiligten, alles dafür zu tun, dass dieses "Fest von Bürgern für Bürger" auch weiterhin so ausgerichtet werden kann. Hierbei hätten Peter Krämer und Fred Tischler auch keine Bedenken, so lange man gegenseitig Rücksicht nehme, Verbesserungen umsetze und natürlich auch auf den für die Herzogstadt bezeichnenden toleranten Umgang baue.

Wie im Stadtrat weiter zur Sprache kam, habe sich auch die Verpflichtung der Security als nicht störend erwiesen. "Wir kennen den Dienst von seiner Tätigkeit in Sulzbach-Rosenberg und schätzen in als Ergänzung zu unserer Arbeit", erklärt Peter Krämer. Fred Tischler sah den Einsatz der Sicherheitsleute dagegen als nicht zwingend notwendig beim Altstadtfest, lobte aber deren defensives Auftreten während der drei Tage.

"Wir haben drei Tage lang ein grandioses Fest voller Freude und ohne Aggressionen erlebt. Mein Dank gilt allen Wirten, Organisatoren, Ausrichtern und dem Bauhof, ohne die ein solches Fest nicht laufen könnte", resümierte Tischler am SRZ-Telefon.




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