Stadtheimatpfleger Markus Lommer führte die Mitglieder des Katholischen Frauenbunds durch die Synagoge. Und schon beim Betreten des historischen Innenraums wurde verständlich, warum das Gebäude zu den schönsten und bedeutendsten jüdischen Sakralbauten in Bayern zählt. Die raumprägende Kuppel, die weiß gekalkten Wände und grau marmorierten Säulen, die in Umrissen dargestellte Bima und der Toraschrein - es machte einen imposanten, harmonischen Eindruck. Das Gebäude hat seinen Erhalt dem Umstand zu verdanken, dass die wenigen noch in Sulzbach lebenden Juden in den 1930-er Jahren das Gebäude an die Stadt unter der Auflage verkauften, es nur für kulturelle Zwecke zu nutzen. In der NS-Zeit als "Heimatmuseum" genutzt, entging die Synagoge dem Sturm der Reichspogromnacht im November 1938. Von 2008 bis 2013 wurde das Gebäude, das ab 1954 als Wohn- und Lagerhaus gedient hatte, aufwendig saniert.
Im Gebäude selbst konnten die Besucherinnen anhand der dreiteiligen geschichtlichen Dokumentation die große Tradition jüdischer Kultur in Sulzbach nachvollziehen. Im Erdgeschoss erfuhren sie zudem Interessantes über die Bau- und Nutzungsgeschichte der Synagoge und die Entwicklung der jüdischen Gemeinde. Im Obergeschoss, der ehemaligen Frauenempore, gab es Informationen über die Sulzbacher Hebräischen Druckereien, die von europaweiter Bedeutung waren.













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