21.08.2019 - 14:54 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Frauenbund St. Marien am Neusiedler See

Das Programm reichte von Naturerlebnissen über Kultur bis hin zur Weinverkostung.

In der Wallfahrtskirche Maria Taferl wurde der Gottesdienst besucht.
von Brigitte WeiglProfil

Den Neusiedler See und seine Umgebung steuerte der Katholische Frauenbund St. Marien auf einer viertägigen Reise an. Auf der Hinfahrt wurde das Stift St. Florian bei Linz besichtigt. Es ist eines der größten und bekanntesten Klöster aus der Barockzeit in Österreich und als Wallfahrtsort bekannt. Besonders beeindruckte die Besucher die Bibliothek mit 150 000 Bänden. Der Heilige Florian soll an dieser Stelle bestattet worden sein. Auch der Komponist Anton Bruckner hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden.

Bei der Besichtigung des Schlosses der Fürsten Esterházy in Eisenstadt erfuhren die Frauen Details über die bedeutende ungarische Magnatenfamilie, deren Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Interessantes über die Puszta erzählte der Kutscher Hans, während er die Gruppe mit zwei Pferdestärken durch den Nationalpark Neusiedler See/Seewinkel schaukelte. Von den mehr als 300 Vogelarten, die dort leben, ließen sich allerdings nur Silberreiher und vor allem die Weißstörche sehen. Gut 15 Paare von ihnen brüten jedes Jahr auf den Rauchfängen in der Altstadt von Rust und ziehen ihre Jungen auf, bevor sie im Herbst die weite Reise nach Afrika antreten.

Natürlich durfte eine Schiffsrundfahrt auf dem See nicht fehlen, der sowohl auf österreichischem als auch auf ungarischem Staatsgebiet liegt. Der See ist an vielen Stellen von einem Schilfgürtel umgeben, der bei den schmalen Einfahrten in die Häfen durchquert wird. Niederschlag und Verdunstung bestimmen den Wasserstand, da der See keinen Ablauf besitzt. Mitunter ist er auch schon vollkommen ausgetrocknet. Wenn aber Wasser da ist, bietet reichlich Wind Seglern und Surfern ideale Bedingungen für ihren Sport.

Ein Höhepunkt war die Aufführung der Operette „Das Land des Lächelns“ auf der Seebühne in Mörbisch. Prachtvolle Kulissen und herrlicher Gesang machten den Abend zum Erlebnis. Bemerkenswert waren auch der Spaziergang durch die historische Kellergasse in Purbach, der Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl und der Blick auf die Schlögener Donauschlinge, den schnelle Wanderer von ganz oben genossen.

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