11.08.2019 - 17:46 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

"Das ist für mich Freude pur"

Zwei Wochen lang bevölkerte die internationale Klassik-Welt die Konzertsäle, Straßen, Geschäfte, Restaurants und Cafés der Stadt. Jetzt ist das große Festival schon wieder Geschichte. Ein Interview mit SRIMF-Mutter Christl Pelikan-Geismann.

Solistin Christa Mayer (Mezzosopran) beim Abschlusskonzert des Sulzbach-Rosenberg International Music Festivals in der Christuskirche.
von Anke SchäferProfil

Kurz vor Ende des 14. Sulzbach-Rosenberg International Music Festivals, kurz SRIMF, nahm sich die vielbeschäftigte Festival-Koordinatorin Christl Pelikan-Geismann einen Moment Zeit für unsere Zeitung.

ONETZ: Frau Pelikan-Geismann, konnten Sie für das diesjährige SRIMF neue Sponsoren oder SRIMF-Freunde gewinnen?

Ja, zum Glück hält mir der SRIMF-Spenderkreis größtenteils die Treue. Ich konnte sogar Spender und Sponsoren aus USA dazugewinnen und zu meiner Freude auch noch einen Hauptsponsor.

ONETZ: Ihr Höhepunkt beim SRIMF 2019?

Eigentlich jagt ein Höhepunkt den anderen, jedes Konzert auf seine Art und Weise. Überrascht war ich vom Opernabend, ich hatte nicht erwartet, wie viel Spaß die Sänger auf der Bühne und wir im Publikum hatten. Der Doppelpack von zwei nacheinanderfolgenden Konzerten aller SRIMF-Professoren war einfach wunderbar, so viel geballtes Talent von international renommierten Musikern auf einmal zu hören, war schon umwerfend. Ich liebe die Studentenkonzerte, ich zittere mit ihnen mit und bewundere sie. Dass im Eröffnungskonzert heuer zum ersten Mal ein Trio spielte, fand ich sehr positiv, Misha Quint, wie immer in Höchstform, ein Vergnügen ihm zuzuhören, wie auch seinen zwei Begleitern auf Klavier und Geige. (Gastkünstlerkonzert und Abschluss-Konzert standen zum Zeitpunkt des Interviews noch aus, Anmerk.d.Red.)

ONETZ: Welche persönlichen Kontakte haben Sie am meisten beeindruckt?

Ich habe viele Studenten und ihre Lehrer aus Taiwan näher kennengelernt sowie einige der Sänger und Sängerinnen, die mich sehr beeindruckt haben. Ganz besonders eine Sängerin, die schon letztes Jahr beim SRIMF dabei war, ihr Fortschritt war umwerfend. Überhaupt der Kontakt mit den Teilnehmern, das ist für mich immer Freude pur. Ich "bemuttere" sie gerne und bin jahrelang nach den Festivals mit ihnen in Kontakt und verfolge ihre Karrieren.

ONETZ: Ist aus Ihrer Sicht als Festival-Koordinatorin alles reibungsfrei und gut verlaufen?

Im Großen und Ganzen lief heuer alles reibungslos ab. Die Koordination mit USA besteht ja eigentlich das ganze Jahr, auch der Kontakt mit den Hotels und Ferienwohnungen. Meine Hauptaufgabe sehe ich in der Arbeit als Spendensammler, in der Betreuung meines Spenderkreises, Betreuung der Professoren und der Studenten mit all ihren vielen Sonderwünschen. Ich tue mein Bestes, damit es ihnen in Sulzbach-Rosenberg gefällt und sie wiederkommen.

ONETZ: Und wann starten Sie mit den Vorbereitungen fürs SRIMF 2020?

Im Oktober geht's für mich los mit anfangs wöchentlichem, dann täglichem Kontakt mit Misha Quint und seiner Assistentin Caitlin McConnell.

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Auch der Manager ist zufrieden

Steffen Weber ist zufrieden mit dem Ablauf des Festivals: "Zum ersten Mal ist beinahe alles normal und entspannt gelaufen, so dass wir auch in der zweiten Woche noch mit Freude dabei waren." Großes Lob zollt er seinem Team sowie dem amerikanischen Festival-Büro, das sich in der täglichen Zusammenarbeit sehr verlässlich gezeigt hat. Auch wenn es sogar einige Abonnenten des umfangreichen Gesamt-Konzertpakets gab, etwas mehr Interesse hätte er sich angesichts der hochkarätigen Beiträge und des Reinerlöses zugunsten der Singschule doch gewünscht.

Info:

Bewegendes Finalkonzert

Lauter Beifall scholl den jungen Musikern des Festival-Orchesters entgegen, als sie den zur Bühne umgebauten Altarraum der Christuskirche zum großen Finale des Sulzbach-Rosenberg International Music Festival (SRIMF) betraten. Dekan Karlhermann Schötz bedankte sich bei Lehrern, Schülern, Unterstützern und Organisatoren, insbesondere Misha Quint und „Mama SRIMF“ Christl Pelikan-Geismann.

Nach dem bewegenden Finalkonzert bedankte sich Festivalorganisator Misha Quint für zwei großartige Wochen. Er werde noch zehn Tage bleiben, weil er nicht nur spielen, sondern auch Spaß in Bayern haben wolle. Das fantastische Publikum sei wichtig für die jungen Musiker, aber auch für sein Herz. „Kein Festival wäre möglich ohne meine beste Freundin Christl Pelikan“, schloss Quint, „und bis zum nächsten Jahr!“ (gac)

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