Update 02.07.2018 - 16:03 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Gaffer bleiben außen vor

Angesichts der Rauchentwicklung in der Fischbraterei im Freien liegt der Gedanke nicht fern, dass hier auch die Atemschutzträgerausbildung stattfindet. Die 33. Feuerwehr-Kirwa lockt zahlreiche Gäste an, die in diesem Jahr auch dafür sorgen, dass den Gaffern das Leben schwer gemacht wird.

Kommandant Armin Buchwald (rechts) stellte zusammen mit Bürgermeister Michael Göth den Besuchern die neue Sichtschutzwand vor, die künftig Schaulustige abhalten soll, Rettungskräfte zu behindern.
von Redaktion ONETZProfil

Die Feuerwehr-Kirwa wird vom Feuerwehrverein geleistet. Mit dem Erlös werden Anschaffungen getätigt, die dann bei solchen Veranstaltungen offiziell übergeben werden. Dieses Jahr war es eine über 20 Meter lange Sichtschutzwand. Zum Termin kamen auch Bürgermeister Michael Göth und Vertreter des Stadtrates.

Einerseits freut man sich über diese Ausrüstung, mit der bei Einsätzen die Intimsphäre der Betroffenen geschützt werden kann. Im gleichen Atemzug muss man jedoch feststellen, dass Neugier und Rücksichtslosigkeit solche Schutzmaßnahmen überhaupt nötig machen. So ist man einerseits froh, die Wand zur Verfügung zu haben, wünscht sich aber andererseits, dass die Anschaffung mit einem Investitionsbedarf von rund 4000 Euro nie zum Einsatz kommen muss.

Das Aufstellen dauert nur zwei Minuten. Die Wand wird ausgerollt, an ein Gebläse angeschlossen und ist dann binnen Sekunden aufgeblasen. Mit Sandsäcken wird nach Bedarf der Boden beschwert, so dass die Wand auch an windigen Tagen sicher an ihrem Platz steht.

Mut für 30 Meter Höhe

Viel Beachtung findet immer das Fahrzeug mit "Drehleiter mit Korb 23/12 CS GL", so die offizielle Bezeichnung. Mutige Zeitgenossen konnten den Ausblick über Sulzbach-Rosenberg rund 30 Meter über dem Gelände genießen. Die Ausfahrhöhe des Korbes deckt derzeit alle Einsatzszenarien in Sulzbach-Rosenberg ab.

Das tolle Wetter an der 33. Feuerwehr-Kirwa sorgt für viele hungrige Gäste. Die Sulzbacher Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun, meistert aber diese Herausforderung souverän. Etwas mehr als 250 Knödel bringt Armin Buchwald, der Kommandant der Sulzbacher Feuerwehr, mit routinierten Handbewegungen in Form. Es herrscht eine gesunde Hektik in der dampfschwangeren Küche. Draußen warten schon viele hungrige Gäste. Letztlich werden über 230 Portionen Schweinbraten ausgegeben. Mancher bittet um einen zweiten Knödel.

Kommandant Armin Buchwald darf zufrieden sein. Auch die 33. Feuerwehr-Kirwa war wieder ein Erfolg. Auf die Frage, was er sich am dringlichsten wünschen würde, antwortet er wie aus der Pistole geschossen. "Dass der Bauabschnitt 2 so bald wie möglich angefangen wird!" Das ist die Sanierung des alten Feuerwehrgebäudes. Ein ehrenwerter Wunsch in unserer heutigen Zeit, über den letztlich die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel entscheiden.

Info:

Einsätze der Wehr

Mit 145 Einsätzen war die Freiwillige Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg im ersten Halbjahr gefordert. Löscharbeiten nahmen mit 25 Einsätzen dabei nur einen geringen Raum ein. Technische Hilfeleistung wurde 79 Mal geleistet. 41 Einsätze listet die Kategorie Freiwillige Tätigkeiten. Wie bei fast allen Feuerwehren sind die Brandeinsätze rückläufig. Aufklärungsarbeit und moderne Bauschutzverordnungen haben ihren Anteil daran.

Das große Drehleiterfahrzeug steht beim Publikum meist im Mittelpunkt des Interesses. Mit ihm durften die Gäste auch in luftige Höhen steigen. Vereinsvorsitzender Thomas Wiesent (Zweiter von rechts) gab Informationen zum Fuhrpark.

FFW-Kirwa

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