De Liste der verkehrsrechtlichen Anordnungen, die zu jeder öffentlichen Baustelle gehören, ist in der Tat ellenlang: Nimmt man den Stand von Mitte Oktober, so finden sich darauf fast 40 Straßensperrungen, meistens halbseitig. Inzwischen ist ein gutes Drittel schon wieder abgearbeitet und aufgehoben, aber es sind immer noch genug. Hier ein Überblick - es kann sein, dass manche jetzt schon wieder verschwunden sind, aber es kommen ja stets neue dazu.
In der Innenstadt:
Hier sind es drei Baustellen, die beachtet werden müssen: Auf der Rahm 3 - 6 ist der Gehweg noch bis 19. Dezember gesperrt wegen einer Verkehrssicherungsmaßnahme, es könnten Putzteile herabfallen. Der Pfarrplatz wird vom 9. November bis 18. Dezember als Lagerplatz für Baumaterial dienen, hier dürften in dieser Zeit besonders Parkplätze wegfallen. Und in der Brauhausgasse 15 - 19 läuft die Netzerneuerung der Wasserleitung noch bis 30. November. Sie wird zwischen der Unteren Bachgasse und Weiherstraße für den Verkehr voll gesperrt. Die Zufahrt zum Lagerhaus Kopp ist aber weiterhin gewährleistet. Der Geh- und Radweg in der Rosenberger Straße blieb einige Zeit zwischen der Straße „Am Eislaufplatz“ und dem Einkaufsmarkt REWE gesperrt. Grund für die Vollsperrung waren Kabelverlegearbeiten für die N-Ergie. Eine beschilderte Umleitung neben dem Bahndamm beim Eislaufplatz und dem Hitzelmühlweg war eingerichtet, momentan laufen die Arbeiten noch quer über den Dultplatz weiter.
In der Blumenau:
Halbseitige Sperrungen sind möglich noch bis Ende Oktober an der Wilhelm-Sträubig-Straße 2 und 3a, der Nürnberger Straße 14 und der Blumenaustraße 3 wegen des aktuellen Glasfaserausbaus. Gleiches gilt für den Sternsteinweg 7 - 10. Eine Kranstellung erfordert in der Vogelherdstraße 2a die Vollsperrung bis 6. November.
Im Westen Richtung Kauerhof läuft der Glasfaserausbau Auf der Höhe, Zum Haselgraben und am Wulfenweg, auch noch bis 31. Oktober, ebenso am Neukirchner Weg 1 - 39, und in Stephansricht 1 - 38. Dort dauert die Baumaßnahme allerdings zumindest teilweise noch bis Ende November, ebenso im Ortsteil Kleinfalz. In Kempfenhof zieht sich der Glasfaserausbau mit jeweils halbseitigen Straßensperrungen noch bis zum Ende des Oktobers. In Erlheim Nr. 7 verkabelt das Bayernwerk eine Station um, deswegen ist dort bis voraussichtlich 6. November auch halbseitig zu. Die Verlegung einer 20-KV-Stromleitung erforderte auf der Staatsstraße 2164 nahe der Bereitschaftspolizei eine halbseitige Sperrung inklusive Ampelbetrieb. Sie soll laut Auskunft bis zum 6. November vollständig abgeschlossen sein. Und dann ist da noch das Hindernis, das am meisten Umfahrungen verursacht - der Brückenneubau über die Dieselstraße, der auch den Autobahnzubringer abschneidet. Doch hier soll es Ende November endgültig zu Ende sein, was besonders die Anwohner der Wilhelm-Busch-Straße freuen dürfte, denn sie tragen seit dem Frühjahr die Hauptlast des Verkehrs.
In Rosenberg:
Hier ist der Leichenweg (er führt hinter den Jura-Werkstätten ins Industriegebiet Eisenhämmerstraße) wegen des Neubaues der Förderstätte noch bis 27. Oktober nicht nutzbar. In der Czeikestraße zieht sich der Neubau von Abwasser- und Kanaleinrichtungen laut Plan noch bis zum 30. November, inklusive Baustoff-Lager auf der Hugo-Geiger-Straße. Arbeiten für die Telekom erfordern in der Ludwig-Erhard-Straße 11 - 15 (Nähe Stahlgruber) eine halbseitige Sperrung, die noch bis 30. Oktober dauern kann. Gleiches gilt für die Eisenhämmerstraße 28, 36 und 40, hier legt die Telekom neue Anschlüsse und braucht dafür ebenfalls bis Ende Oktober.
Warum ist das nun so? Hans-Jürgen Strehl ist Leiter des Referats V (Wirtschaftsförderung und Liegenschaftsverwaltung) bei der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Er kümmert sich um gewerbliche Entwicklungen, städtische Grundstücke sowie den Ausbau von Infrastrukturprojekten. Und er koordiniert die logistisch aufwendige Einbindung des Glasfaser-Ausbaus im Stadtgebiet. „Das ist genau der Punkt, der jetzt bei all den normalen Baustellen wie Wasser-und Stromversorgung oder Kanalbau noch obendrauf kommt derzeit“, erklärt er im Gespräch mit Oberpfalz-Medien zum Thema Straßensperrung. In der Tat haben die meisten Tiefbauarbeiten das neue Glasfasernetz als Ursache. Der Ausbau der Telekom läuft, und die Firmengruppe MIH beginnt, wie berichtet, auch mit der Versorgung der bisher nicht erfassten Randgebiete der Stadt. Das merkt man natürlich deutlich im Straßenbild. Und die Lage hier wird sich wohl noch 2027 und auch 2028 ähnlich darstellen.
Doch das ist noch nicht alles: Hans-Jürgen Strehl verweist auf zwei weitere wichtige Themen: „Beim Wasserleitungsnetz haben wir ein Sanierungsprogramm aufgelegt, und der Kanalbau wird sich auch noch stark bemerkbar machen, wenn Breitenbrunn, Lobenhof und Großenfalz zum Anschluss an das Netz anstehen.“ Da werde es dann auch die eine oder andere Vollsperrung geben müssen. Schuld an der Baustellenflut ist also der technische Fortschritt, nächstes Jahr kommt dann noch die Wasser-und Abwasser-Infrastruktur hinzu. Tröstlich ist aber immerhin: Es tut sich was, und die Stadt kommt weiter voran.






















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