"Alles steht und fällt mit den Abständen", betont Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz, "daran hängt alles andere." Der Kirchenvorstand diskutierte deshalb in seiner letzten Sitzung - selbstverständlich nicht, wie vor der Pandemie, im Kapitelsaal, sondern von zu Hause online - wie die Gottesdienste organisiert werden können, damit der nötige Abstand zwischen den Besuchern eingehalten wird. Bei zwei Meter Distanz bietet die Christuskirche 40 Plätze. Dabei dürfen aber natürlich Menschen, die in einem Haushalt leben, zusammensitzen, so dass mehr als 40 Gläubige am Gottesdienst teilnehmen können. Die Empore bleibt geschlossen, weil sich die ansteckenden Aerosole von oben viel weiter verbreiten könnten. Aus diesem Grund werden die Pfarrer für die Predigt auch nicht auf die Kanzel steigen.
Die Gläubigen müssen eine Maske tragen. Von dieser Pflicht sind die Pfarrer befreit, weil man sie sonst wohl nicht verstehen würde. Dafür dürfen sie sich den Gläubigen nur auf höchstens sechs Meter nähern. Wenn die Maske von der Atemluft feucht wird, hilft sie nicht mehr. Deshalb werden die Gottesdienste nur 45 Minuten dauern. Bei dieser kürzeren Dauer hilft, dass es keinen Gemeindegesang geben wird. Dafür braucht man nämlich mehr Luft, man atmet tiefer und mögliche Viren fliegen weiter.
Nur Hauptgottesdienste
Im Moment ist geplant, führt der Geistliche aus, dass nur die Hauptgottesdienste um 9 Uhr stattfinden. Das hat hygienische Gründe. Bei zwei Gottesdiensten direkt nacheinander müsste man zwischendurch die Bänke reinigen und desinfizieren. Liegen die Gottesdienste eine Woche auseinander, reicht eine Reinigung. Sollte aber der Andrang sehr groß sein, verspricht Kurz eine Ausweitung des Angebots.
Drei Helfer dabei
"Ich hoffe, dass wir niemanden abweisen müssen", sagt Dr. Kurz und fügt dankbar hinzu: "Ohne unsere engagierten Kirchenvorsteher könnten wir keine Gottesdienste anbieten." In jedem Gottesdienst werden nämlich drei Helfer gebraucht, die die Besucher zu ihren Plätzen führen, um Kontakte möglichst zu vermeiden. Die Mitglieder des Kirchenvorstands waren sofort bereit, sich hier einzubringen. Aber auch weitere Helfer sind stets willkommen.
Dr. Kurz, die anderen Pfarrer und die Diakonin freuen sich darauf, endlich wieder Gottesdienst feiern zu können: "Wir wollen so weit öffnen wie möglich, ohne jemanden zu gefährden."














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