22.05.2018 - 20:00 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Gemeinschaft St. Georg Sulzbach und KAB Rosenberg vier Tage in der Slowakei Honigwein im Eichenfass

Die Route überquert mit zahlreichen Serpentinen die Kleinen Karpaten, ein Mittelgebirge, das in das Hochgebirge des Großen Karpatenbogens übergeht: In die Slowakei begeben sich die Gemeinschaft St. Georg Sulzbach und die KAB Rosenberg. Sie stoßen auf ausgezeichnete Weine.

Die Reisegruppe vor einer der zahlreichen Kirchen, die sie auf ihrer Slowakei-Fahrt besuchte. Bild: exb
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Quartier genommen wurde am Fuß der Berge in der Kreisstadt Pezinok, früher ein Weinort mit ein wenig Bergbau, der sich immer mehr zu einer Industriestadt entwickelt. Moderne Bauten mit entsprechendem Flächenverbrauch zeigen, dass sich das Land nach Beitritt zu EU und Eurozone im Wirtschaftsaufschwung befindet.

Ein Besuch der Landeshauptstadt Bratislava machte klar: In den Außenbezirken verwandeln sich Werksruinen und Industriebrachen, die der Sozialismus hinterließ, in Einkaufs- und Dienstleistungszentren, Hochhäuser und Vertretungen westlicher Konzerne. Dagegen sind Burg und historische Altstadt vortrefflich saniert, wovon sich die Gruppe bei einer Führung überzeugen konnte.

Am späten Nachmittag folgte in Pezinok noch der Besuch des Weinmuseums, das eine der größten Sammlungen historischer Weinpressen in Mitteleuropa besitzt. Hier wurde eine Weinprobe einer etwas anderen Art geboten. Das Probieren ging am dritten Tag munter weiter. In dem Dorf Dolna Krupa besuchte man die Firma Apimed. Hier hat sich ein agiles junges Unternehmerpaar der Produktion von Honig unter ökologischen Gesichtspunkten verschrieben, ebenso der Herstellung von Honigwein. Sieben Sorten durften getestet werden, darunter eine, die in Eichenfässern ausreift und damit eine Note von Cognac annimmt.

Der weitere Weg führte nach Trnava, zu Deutsch Tyrnau. Da die Stadt zum ungarischen Teil des Habsburgerreichs gehörte, hieß sie auch Nagyszombat. Wegen ihrer vielen Kirchen nennt sie sich etwas vermessen "das kleine Rom". Tatsächlich hatte die Stadt zweieinhalb Jahrhunderte lang eine weitreichende kirchliche Bedeutung. Auf einem kleinen Weingut in Sväty Jur hat ein junges Winzerehepaar auf biologische Methoden umgestellt. Eine obligatorische Weinprobe mit zehn einheimischen Rebsorten bildete den Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Die Heimreise führte dann quer durch Österreich mit einem Halt samt Führung im Stift St. Florian bei Linz. Mit vielen neuen Eindrücken und Dank an die Organisatoren Dieter Pickelmann und Martin Paulus kehrte die Gruppe zurück.

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