08.10.2021 - 14:47 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Integration für Frauen: Kurs-Premiere bei der Volkshochschule Amberg-Sulzbach

18 Frauen haben im November 2019 einen Deutsch-Kurs für Zuwanderinnen begonnen, 13 halten jetzt ein Prüfungszertifikat in den Händen. Sie haben schon einige Ideen, was sie damit anfangen wollen.

Stolz auf die erbrachten Leistungen nehmen die Teilnehmerinnen des Frauen- Integrationskurses an der VHS Amberg-Sulzbach ihre Zertifikate entgegen. Zum Erfolg gratulieren Irma Axt, die Integrationsbeauftragte des Landkreises, die Dozentinnen Eva Baszak und Lydia Propp sowie Claudia Mai, die Leiterin der VHS (hintere Reihe, von links).
von Autor COGProfil

Albanien, Äthiopien, Brasilien, Eritrea, Irak, Kosovo, Philippinen, Polen, Syrien, Russland, Thailand, Ukraine und Ungarn: Internationaler kann eine Gruppe beim Deutsch-Lernen wohl kaum sein. Jetzt ernteten die Teilnehmerinnen des ersten Frauenkurses an der Volkshochschule Amberg-Sulzbach den Lohn für ihren Fleiß in Form von Zertifikaten.

18 Frauen haben im November 2019 angefangen. Wegen langer Corona-Pausen zog sich der Kurs über fast zwei Jahre hin, und fünf von ihnen sind zwischendurch ausgestiegen. Sie haben angefangen zu arbeiten oder ein Kind bekommen. Für drei Zuwanderinnen ist es gut, dass der Kurs jetzt zu Ende ist, denn eine wird in den nächsten Wochen ihr Kind zur Welt bringen, die beiden anderen im Februar und März.

Neun schaffen das höhere Niveau B1

Alle Frauen haben den sogenannten "Deutschtest für Zuwanderer" (DTZ) bestanden, und zwar vier mit dem Sprachniveau A2 und neun mit dem höheren Niveau B1. VHS-Leiterin Claudia Mai überreichte den Frauen ihre Zertifikate und fragte sie nach ihren Plänen.

Einige wollen weiter Deutsch lernen und das anspruchsvolle Niveau B2 erreichen, eine andere möchte ihre Pflegeausbildung anerkennen lassen und dann wieder im Krankenhaus arbeiten. Das nächste Ziel einer Frau ist der Führerschein. Auch die Teilnehmerin aus Thailand weiß ganz genau, wie es jetzt weitergeht: Sie hat in ihrem Heimatland als Yogalehrerin gearbeitet und möchte sich für diese Tätigkeit auch in Deutschland zertifizieren lassen. Die Dozentinnen und die anderen Teilnehmerinnen bestärkten sie darin, sind sie doch nach anstrengenden Grammatikstunden bei ihren Gymnastikübungen wieder fit geworden.

Gut in Deutschland zurechtkommen

Alle sind sich einig, dass sie viel gelernt haben und jetzt gut in Deutschland zurechtkommen können. Als besonders bereichernd empfinden sie auch die Vielzahl an Kulturen und Traditionen, die sie im Kurs kennenlernen konnten. Deshalb dankten sie auch ihren beiden Dozentinnen Lydia Propp und Eva Baszak und dem ganzen Team der VHS für den guten Unterricht und die freundliche Betreuung.

Das war der erste Frauenkurs an der VHS. Er sollte verstärkt auch Themen behandeln, die für Zuwanderinnen relevant sind - das deutsche Schulsystem, Gesundheitsfragen, aber auch die Rechte, die Frauen in Deutschland genießen. Organisatorin Irma Axt wollte dazu externe Fachleute einladen und Exkursionen starten, aber wegen der Pandemie war vieles nicht möglich. Axt forderte die Frauen schließlich auf: "Bleiben Sie nicht stehen! Gehen Sie weiter, stecken Sie sich ein Ziel und nutzen Sie Ihre Chancen!"

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