06.10.2019 - 16:53 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Jagdhunde bestehen ihre Gesellenprüfung

"Mit tiefer Nase" bewährten sich die vierbeinigen Helfer bei der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde. Die Jäger-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg organisiert diese "Gesellenprüfung": Die Hunde müssen suchen, apportieren, schwimmen.

Die Teilnehmer und Schiedsrichter der Brauchbarkeitsprüfung trafen sich in Fichtenhof und starteten zu ihren Aufgaben.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil
Signale der Jagdhornbläsergruppe eröffneten die Prüfung.

Vorangegangen war ein halbjähriger Abrichte-Lehrgang, den auch "Zivil- Hunde" mit der Gehorsamsprüfung abschlossen. Für sieben Jagdhunde ging es dann noch ein Vierteljahr weiter bis in den Herbst hinein - schließlich sollten sie zum unentbehrlichen Helfer des jeweiligen Jägers ausgebildet werden.

Prüfungsleiter Winfried Sauerländer begrüßte BJV-Kreisgruppenvorsitzenden Stefan Frank und dankte dem Forstbetrieb Schnaittenbach sowie den Jagdpächtern Thomas Ulrich und Matthias Ernst für die Bereitstellung des Prüfungsgebietes. Stefan Frank wies auf die Notwendigkeit von brauchbaren Hunden bei der Jagdausübung hin. Die Bläser der Jagdhorn-Gruppe ließen die Eröffnungssignale erklingen.

Zwei Gruppen standen bereit: Mit Gerd Ponkratz prüften Christian Riedl und Thomas Maul, mit Karl Loos gingen Christa Berberich und Hermann Engelhard, als Wildträger halfen Thomas Kaiser und Ken Reed.

Geprüft wurden die Hunde für die Anforderungen in allen Revieren oder für reine Schalenwildreviere. Die Nachsuche auf angeschossenes Wild simulierte eine Übernacht- Schweißfährte im Staatsforst, der Hund musste der Spur durch den Wald 400 Meter und zwei Haken weit folgen, bis er das tote Reh gefunden und ordnungsgemäß seinem Herrn "verwiesen" hatte. Eine Haarwildschleppe im Wald über 300 Meter meisterten die Hunde bravourös und apportierten das Kaninchen ebenso reibungslos wie die Ente, die nach 150 Metern auf der Wiese am Schluss der Federwildstrecke lag.

Als letzten Punkt mussten einige Hunde an einem Weiher ihre Wassertauglichkeit unter Beweis stellen: Die tote Ente wurde in hohem Bogen über den Schilfgürtel in einen Weiher geworfen und war trotz Schrotschuss-Krachens selbstständig vom Hund zu finden und zu apportieren.

Als Kandidaten stellten sich zunächst fünf Deutsche Wachtel: Cora von der Wolframslinde mit Martin Seitz, Sherry vom Schnepfenbuch (Hans Trottmann), Sisko vom Schnepfenbuch (Jörg Trockenbrodt), Sina vom Schnepfenbuch mit Matthias Rupp, Sammy vom Schnepfenbuch mit Winfried Sauerländer, dazu der Deutsch-Langhaar Cira von der Berkelaue mit Andreas Wolf und Labrador Fabians Proud Bila mit Tobias Pröls.Alle kamen durch.

Mit dem Bestehen dieser offiziellen Brauchbarkeitsprüfung, so Kursleiter Winfried Sauerländer am Ende, seien die Hunde auch vor dem Gesetz als brauchbar eingestuft. Die Vorschriften besagten ganz klar, dass zur Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd sowie natürlich zur Wasserjagd "brauchbare Hunde in genügender Anzahl mitgeführt und zur Nachsuche verwendet werden müssen". Sauerländer konnte am Ende an alle Hundeführer die begehrte Urkunde aushändigen - ihre Vierbeiner hatten ganze Arbeit geleistet.

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