12.10.2021 - 11:22 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Jagdhunde leisten ganze Prüfungs-Arbeit

Sie ist quasi das Gesellenstück: Die Brauchbarkeitsprüfung der Jäger-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg für gelehrige Hunde hielt viele Anforderungen bereit - sie wurden alle bestens gemeistert.

Die teilnehmenden Hundeführer mit ihren vierbeinigen Begleitern, den Richtern und den Gästen vor der Brauchbarkeitsprüfung.
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Ihr Auftrag bei der Jagd ist gesetzlich vorgeschrieben: In vielen Disziplinen bewährten sich die vierbeinigen Helfer bei der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde. Die Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg im Bayerischen Landesjagdverband organisierte diese „Gesellenprüfung“: Die Hunde müssen suchen, apportieren, schwimmen und mehr.

Dem Prüfungstag ging heuer Corona-bedingt erst ab Ende Mai ein Abrichte-Lehrgang voran, diesmal aus Zeitgründen allerdings ohne „Zivil-Hunde“, der mit der Gehorsamsprüfung abschloss. Für die neun Jagdhunde, die natürlich gute bis sehr gute Noten erzielt hatten, ging es dann noch ein Vierteljahr weiter bis in den Herbst hinein – schließlich sollten sie zum unentbehrlichen Helfer des Jägers ausgebildet werden.

Prüfungsleiter Winfried Sauerländer begrüßte in Fichtenhof BJV-Kreisgruppenvorsitzenden Stefan Frank und dankte dem Forstbetrieb Schnaittenbach (Revierförster Julian Sauter) sowie den Jagdpächtern Thomas Ulrich und Matthias Ernst für die Bereitstellung des Prüfungsgebietes. Dank galt auch der vielköpfigen BJV-Bläsergruppe für die Umrahmung. Stefan Frank wies auf die Notwendigkeit von brauchbaren Hunden bei der Jagdausübung hin und freute sich, dass die Waidmänner diese Möglichkeit der Qualifizierung, die die Kreisgruppe gerne anbiete, auch rege wahrnähmen.

Viele Anforderungen

Mit Richterobmann Karl Loos prüften Christa Berberich und Hermann Engelhard, als Wildträger half Gunter Mitschke, mit Richterobmann Markus Ehebauer arbeiteten diesmal Michael Streber und Julian Sauter (Wildträger Ralph Faltenbacher). Geprüft wurden die Hunde für die Anforderungen in allen Revieren oder auch nur für reine Schalenwild-Reviere.

Die Nachsuche auf angeschossenes Wild simulierte eine Übernacht-Schweißfährte im Staatsforst, der Hund musste der Spur durch den Wald 400 Meter und zwei Haken weit folgen, bis er das tote Reh gefunden und ordnungsgemäß seinem Herrn „verwiesen“ hatte. Eine Haarwildschleppe im Wald über 300 Meter meisterten die Hunde bravourös und apportierten das Kaninchen ebenso reibungslos wie die Ente, die nach 150 Metern auf der Wiese am Schluss der Federwildstrecke lag. Als letzten Punkt mussten einige Hunde an einem Weiher ihre Wassertauglichkeit unter Beweis stellen: Die tote Ente wurde in hohem Bogen über den Schilfgürtel in einen Weiher geworfen und war trotz Schrotschuss-Krachens selbstständig vom Hund zu finden und zu apportieren.

Als Kandidaten stellten sich die Deutschen Wachtelhunde Uwe vom Untersberg („Charly“) mit Carolin Akesson und Wendy von der Kellnau mit Anton Wild, die Kleinen Münsterländer Lina vom Wildbach („Emma“) mit Matthias Bock und Qvasch od Pstruzricky („Schorsch“) mit Heinrich Merkl, die Deutsch-Drahthaarhündin Quitte vom Hirschwald mit Winfried Sauerländer, der Deutsch-Langhaar-Rüde Gismo Bavaria („Monti“) mit Michael Schwirzer, die Parson-Russell-Hündin Living Sister vom Eberburger Holz („Fanny“) mit Volker Goebel, die Rauhaar-Dackelin Amy vom Lindleinsgraben mit Gisela Lehnerer und die Deutsch-Kurzhaar-Hündin Arca vom Rehbad mit Elmar Wagner.

Zur Nachsuche

Am frühen Nachmittag war dann klar: Alle sind durchgekommen. Mit dem Bestehen dieser offiziellen Prüfung, so Kursleiter Winfried Sauerländer am Ende, seien die Hunde auch vor dem Gesetz als brauchbar eingestuft. Die Vorschriften besagten ganz klar, dass zur Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd sowie natürlich zur Wasserjagd „brauchbare Hunde in genügender Anzahl mitgeführt und zur Nachsuche verwendet werden müssen“.

Sauerländer konnte am Ende der Brauchbarkeitsprüfung an alle Hundeführer die begehrte Urkunde aushändigen – ihre Vierbeiner hatten prüfungstechnisch ganze Arbeit geleistet.

 

 

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