10.10.2019 - 12:02 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Junge Autoren lassen historischen Kalender aufleben

Es ist vollbracht: Eine engagierte junge Autorengruppe stellte im Rathaus ihr neuestes Werk, den Neuen Sulzbach-Rosenberger Kalender, vor und erntete dafür Beifall und größte Anerkennung.

Bürgermeister Michael Göth (Fünfter von rechts) mit den Machern des des neuen Sulzbach-Rosenberger Kalenders 2020.
von MÜBProfil

Bürgermeister Michael Göth hatte in den Rathaussaal eingeladen. Selbstredend, dass das Durchschnittsalter im Saal um einiges niedriger war, als beispielsweise bei Stadtratssitzungen. Wenngleich auch einige Mütter, Väter, Lehrer und Großeltern anwesend waren.

Präsentiert wurde vom Redaktionsteam der Pub.li.City©Su-Ro-Literaturwerkstatt ein Druckwerk, das weit mehr ist als ein Kalender. Bewusst wurde an die Tradition des Sulzbacher Kalenders, der von 1841 bis 1932 erschien, angeknüpft und das Projekt in die heutige Zeit transformiert, hieß es. Neben einem Kalendarium haben die Autoren Kurzgeschichten, Gedichte, Biographien, Ratschläge, Hinweise auf Veranstaltungen und Zeichnungen, Graphiken und Fotos zu Papier gebracht.

Durch die Veranstaltung führten die Macher selbst. Philipp Kessler und Kristina Kunz kündigten die Beiträge an, die Musik- und Bild-Begleitung übernahm Stadtheimatpfleger und Trafo-Projektleiter Markus Lommer. Im Rahmen der Entwicklungsphase des Trafo-Projektes – ein Programm der Bundeskulturstiftung – erarbeitete sich die junge Literaturwerkstatt seit Mai 2019 unter Brunhilde Lommer mit Unterstützung von Experten wie beispielsweise dem Literaturarchiv, den Oberpfalz-Medien, einem Poetry-Slammer und einer Jugendbuchautorin nicht nur das Handwerkzeug für Ideenfindung und die Bearbeitung von Texten, sondern auch die Bühnenpräsenz.

Selbstsicher und professionell trugen Magdalena Groh, Elisabeth Groh, Marleen Hiltel, Philipp Kessler, Zoe Herrmann, Jason Hennig, Elijas Helms und Anne Sophie Vogl ihre Gedichte und Texte vor. Wolfgang Ruppert, wie Vogl Volontär bei Oberpfalz-Medien, begeisterte die Zuhörer mit seinem Vortrag über Johann Esaias von Seidel, einer Unternehmerpersönlichkeit, die für Toleranz und Aufbruch steht. Er hat das bayerische Buchwesen nachhaltig geprägt. Die Beiträge des neuen Sulzbach-Rosenberger-Kalenders entstanden überwiegend in der Seidelschen Druckwerkstatt am Luitpoldplatz, so dass die Idee der Verbreitung von Wissen und Schöngeistigem hierdurch weiterlebt. „Seidel wäre darauf sicherlich stolz gewesen“, so schreibt es Wolfgang Ruppert in seinem Text.

Bezirksheimatpfleger Tobias Appl hebt in seinem Geleitwort zum Kalender die "identitätsstiftende Erfolgsmarke" heraus und hofft, dass diesem Jahrgang noch weitere folgen mögen. Einige Autoren waren bereits beim Schule macht Buch-Projekt der Walter-Höllerer-Realschule dabei und konnten ihre Erfahrung im Büchermachen und insbesondere in Vermarktung und Vertrieb einbringen. So lobte im Schlusswort Bürgermeister Michael Göth die erfolgreiche und präzise vorbereitete Veranstaltung, die ein gutes Zeichen für eine erfolgreiche Vermarktung sei.

Info:

Sulzbach-Rosenberger Kalender 2020

Herausgegeben von der Stadt Sulzbach-Rosenberg im Rahmen des Trafo-Projekts "Seidel-Forum - großartig was los!".

Erhältlich im Buchhandel, zum Beispiel in den Buchhandlungen Dorner und Volkert (Sulzbach) sowie bei Schreibwaren Heidtmann (Rosenberg) und im Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg.

Finanziert durch das Projekt "Trafo - Kultur im Wandel, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes".

DIN-A5, 160 Seiten, vierfarbig, reich illustriert, Ladenpreis: 7,50 Euro, Gesamtauflage: 750 Stück

Der Erlös aus dem Verkauf dient der Fortsetzung des Projekts "Pub.Li.City(c)SuRo - Literaturwerkstatt für junge Regionaltalente".

Das ist der neue Sulzbach-Rosenberger Kalender 2020.
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