Sulzbach-Rosenberg
27.01.2026 - 11:28 Uhr

Junge versteckt sich aus Angst: Polizei geht mit "Scanner" und "Sauger" auf Monsterjagd

Großer Schrecken in Sulzbach-Rosenberg: Ein kleiner Junge kommt nach einem Besuch bei einem Freund nicht mehr nach Hause. Die Polizei geht auf Vermisstensuche – und später auch auf Monsterjagd.

Die Polizei half am Montagabend, einen in Sulzbach-Rosenberg vermissten Jungen zu finden und die Monster, die er in seinem Zimmer vermutete, "unschädlich" zu machen. Symbolbild: Boris Roessler
Die Polizei half am Montagabend, einen in Sulzbach-Rosenberg vermissten Jungen zu finden und die Monster, die er in seinem Zimmer vermutete, "unschädlich" zu machen.

Aus Angst vor Monstern in seinem Zimmer hat sich ein neun Jahre alter Junge in Sulzbach-Rosenberg im Schnee unter einer Hecke versteckt und damit eine Vermisstensuche der Polizei ausgelöst. Die Mutter des Jungen hatte sich am Montagabend gemeldet, nachdem ihr Sohn bei eisigen Temperaturen und Schneetreiben nicht von einem Besuch bei einem Freund nach Hause gekommen war, wie die Polizei Sulzbach-Rosenberg mitteilt.

Mehrere Streifen machten sich daraufhin in Sulzbach-Rosenberg auf die Suche nach dem Neunjährigen. Dabei erhielten die Beamten tatkräftige Unterstützung: Nachdem ein Anwohner durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei auf die Suche aufmerksam geworden sei, habe der Mann mit anderen Helfern über Chatgruppen und Messenger-Dienste zusätzliche Suchmaßnahmen organisiert.

Polizisten gehen im Kinderzimmer auf Monsterjagd

Nach bangen Stunden wurden die Suchenden den Angaben nach schließlich fündig. Der Junge hatte sich unter einer Hecke in den Schnee eingegraben und dort versteckt. Er war laut Polizei unversehrt. Nun wurde auch der Grund für sein Verschwinden klar: In seinem Zimmer wohnten Monster und da könne er nun auf keinen Fall mehr schlafen, erklärte der Junge den Polizisten.

Die Beamten brachten den Jungen nach Hause – und begaben sich dort auf Monsterjagd. Mit einem „Monsterscanner“ (einem Kartenlesegerät) und einem „Monstersauger“ (einem Atemalkoholtester) machten sie die Ungeheuer den Angaben nach unschädlich. Der Junge konnte wieder beruhigt in seinem Bett schlafen.

© dpa-infocom, dpa:260127-930-602425/1

 
Kommentare

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Stefan Reuther

toll wie da die Polizei reagiert hat! Solche Monster kann man nicht anders los werden , nur mit solchen Methoden. Daran sollten alle Väter und Mütter sich ein Beispiel nehmen. Falls sich Monster unter Betten und Schränken verstecken, erst das Kind in einen geshützten Raum mit einer vertrauten Person bringen, dann von der Polizei sich die M E G s holen (Monster-Entfernungs_Geräte) und voller Einsatz damit!.

27.01.2026
Dennis Kirchner

Das ist ja mal Ultra süß von der Polizei!

27.01.2026
Peter Böhm

Ja, ich stimme Ihnen zu, auch wenn "Ultra süß" nicht meine Wortwahl wäre, aber die Polizei hat das Problem klug, empathisch und mit pädagogischer Kompetenz gelöst. Doch ich frage mich, was ist da in der Familie und seinem Umfeld schiefgelaufen, dass der Bub so verängstigt war und kein Vertrauen zu seiner Mutter (und seinem Vater?) hat und sich lieber im Schnee vergräbt? Hat er zu viel und sicher nicht altersgerechte "soziale" Medien konsumiert, Filme geguckt und Computerspiele "gezockt", die nicht für sein Alter geeignet waren und ihn so in ihren Bann und ihre virtuelle Realität gezogen haben, dass er derart verängstigt war?

27.01.2026
Dennis Kirchner

Das ist ja mal Ultra süß von der Polizei!

27.01.2026
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