09.08.2020 - 16:50 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Junger Mann aus Afghanistan freut sich auf Arbeit als Altenpfleger

Vor sechs Jahren kam Rahin Zaiinayatullah (20) nach Deutschland. Mit viel Einsatz hat er sich eine Zukunft hier aufgebaut.

Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss als Altenpfleger (von links): Praxisanleiterin Franziska Freund, Heimleiterin Marina Fink, Rahin Zaiinayatullah und Pflegedienstleiterin Gabriele Eckl.
von Externer BeitragProfil

Der 20-jährige Rahin Zaiinayatullah hat es geschafft: Der Afghane schloss mit großem Erfolg seine Ausbildung zum Altenpfleger im Caritashaus St. Barbara ab. Seit mittlerweile sechs Jahren lebt er in Deutschland, nachdem er sein Heimatland aufgrund vieler Schwierigkeiten verlassen musste. Der SRZ erzählt er, wie er sich in Deutschland zurechtgefunden hat.

ONETZ: Wie viel Kontakt haben Sie noch zu Ihrer restlichen Familie?

Rahin Zaiinayatullah: Einer meiner Cousins lebt ebenfalls in Deutschland. Mit den anderen Familienmitgliedern, die noch in Afghanistan wohnen, skype und telefoniere ich regelmäßig .

ONETZ: Wie erging es Ihnen anfangs in Deutschland?

Rahin Zaiinayatullah: Es war ziemlich schwierig. Ich hatte zunächst keine Wohnung, keine Arbeit und habe überhaupt kein Deutsch sprechen können. Also habe ich einen Deutschkurs besucht, um die Sprache zu erlernen und konnte erste Kontakte knüpfen.

ONETZ: Wie verlief Ihre Schullaufbahn?

Rahin Zaiinayatullah: Ich habe meinen Hauptschulabschluss in Amberg gemacht und danach viele verschiedene Praktika gemacht, um einen Einblick in die Jobs in Deutschland zu bekommen, zum Beispiel im Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg.

ONETZ: Warum haben Sie sich für eine Ausbildung als Altenpfleger entschieden?

Rahin Zaiinayatullah: Viele meiner Freunde und Bekannten haben mir ein Praktikum im Caritashaus hier in Sulzbach-Rosenberg empfohlen. Während meiner Zeit dort herrschte immer ein sehr gutes Verhältnis zwischen den Arbeitskollegen. Außerdem freut es mich, wenn ich anderen Menschen helfen kann.

ONETZ: Welche Schwierigkeiten bereitete Ihnen die Ausbildung? Was hat Ihnen gefallen?

Rahin Zaiinayatullah: Ohne die mittlere Reife konnte ich erst einmal nur die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer durchlaufen. Danach machte ich mit einem Schnitt von 1,3 meinen mittleren Schulabschluss und begann mit der dreijährigen Ausbildung zum Altenpfleger. Jetzt bin stolz darauf, es bis hierher geschafft zu haben. Bei diesem Job kann ich mit Menschen zusammenarbeiten und sie persönlich unterstützen.

ONETZ: Mit was beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?

Rahin Zaiinayatullah: Vor meiner Ausbildung habe ich im Fußballverein in Rosenberg mitgespielt. Da das leider zeitlich nicht mehr klappt, gehe ich jetzt regelmäßig ins Fitnessstudio und treffe mich mit Freunden.

ONETZ: Wie gefällt es Ihnen in Deutschland?

Rahin Zaiinayatullah: Ich wurde hier gut aufgenommen und habe recht schnell Freunde gefunden. Momentan fühle ich mich sehr wohl und bin zufrieden mit meiner Arbeit und meinem Leben hier in Deutschland.

ONETZ: Was stellen Sie sich für die Zukunft vor?

Rahin Zaiinayatullah: Ich möchte weiterhin hier im St. Barbara arbeiten. Eine Einstellung als Pflegefachkraft wurde mir bereits durch die Heimleiterin Marina Fink zugesichert.

Erfahrungen einer Krankenschwester aus Rumänien

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