07.05.2019 - 17:31 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Mit Läufergottesdienst laufend Gutes getan

Die Idee, vor einem Lauf in der Gemeinschaft Kraft zu tanken, zu singen und zu beten, gefiel Kurt Lehnerer und Hans Roth. Deshalb riefen sich für den Landkreislauf einen Gottesdienst ins Leben. Heuer organisieren sie ihn zum letzten Mal.

Der Läufergottesdienst zum Landkreislauf war in den 20 Jahren seines Bestehens in vielen Gotteshäusern in der Region zu Gast, zum Beispiel 2012 in der katholischen Pfarrkirche St. Stephanus in Edelsfeld.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Vor allem in den 1990er-Jahren nahmen Läufer des CVJM Rosenberg an nationalen und internationalen City-Marathons teil. Mit dabei: Hans Roth und Kurt Lehnerer. Besonders beeindruckte die beiden der ökumenische Läufergottesdienst in der Berliner Gedächtniskirche. Und so reifte in ihnen die Idee, zum Landkreislauf, den es schon einige Jahre gab, ökumenische Gottesdienste zu organisieren.

Premiere war 1999 in Ammerthal. "Ab da sind wir quer durch den Landkreis marschiert", so Roth. Die Männer zählen die Stationen auf: unter anderem Ehenfeld, Illschwang, Theuern, Etsdorf, Pittersberg, auf dem Frohnberg bei Hahnbach, Gebenbach, Rosenberg, Edelsfeld, Freihung, einige Male an zentralen Orten wie Amberg (St. Michael) und Poppenricht (St. Michael) und nun - zum 20. und letzten Mal - in Kümmersbruck. Ihr Anliegen in all den Jahren formulieren die Organisatoren so: Dass Läufer, Helfer und Verantwortliche unter Gottes Wort zusammenkommen und gemeinsam Gottesdienst feiern. Eine Stunde des Krafttankens, des Singens und Betens mit Gleichgesinnten sollte es sein.

Zu Gast war der Läufergottesdienst überwiegend in katholischen Kirchen. Neben den jeweiligen Ortsgeistlichen wirkten auch evangelische Pfarrer mit und hielten die Predigt. So wie Uwe Markert, Sportpfarrer des Dekanats und aktiver Teilnehmer am Landkreislauf, dies viele Jahre tat. Roth und Lehnerer freuen sich, dass Günter Simmerl, langjähriger Organisator des Landkreislaufs, ihrem Anliegen stets sehr aufgeschlossen gegenüberstand. "Er hat uns von der ersten Minute an unterstützt ohne Ende", zeigt sich Roth dankbar.

Tradition war es, dass Simmerl und später Erich Dömel von der Landkreislauf-Organisation ein Grußwort beim Läufergottesdienst sprachen. Sehr engagiert gestaltete außerdem der von Kurt Lehnerer geleitete Posaunenchor des CVJM Rosenberg die Gottesdienste mit abwechslungsreicher und schwungvoller Bläsermusik. Seit 1999 kamen durch die Kollekten 8800 Euro zusammen. Geld, das stets die Lebenshilfe bekam - mit einer Ausnahme: einmal erhielt es die Katholische Erwachsenenbildung für ein Wasserprojekt in Bolivien. Lehnerer erzählt, dass in den Anfangsjahren eine Behindertensportgruppe der Lebenshilfe am Landkreislauf teilnahm. "Das hat uns beeindruckt", begründet er, warum diese Organisation alljährlich bedacht wurde. Mit dem Geld finanziere die Lebenshilfe sportliche Maßnahmen, die der normale Etat nicht abdecke, erklärt er und verweist auf die Erfolge der Tischtennis- und Basketballteams bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Dankbar sind Roth und Lehnerer, dass sich auch die Conrad-Sportförderung stets sehr spendabel zeigte und deren Vorsitzender Günter Simmerl die Kollekten jeweils großzügig aufstockte. "Die Zeit ist erfüllt", sagt Kurt Lehnerer nach 20 Jahren Läufergottesdienst. Hans Roth nickt zustimmend. Eine letzte Spende werden sie im Nachgang noch an die Lebenshilfe übergeben - dann geht eine kleine Erfolgsgeschichte am Rande des großen Laufs zu Ende.

Hans Roth (links) und Kurt Lehnerer organisieren heuer zum 20. und letzten Mal den Läufergottesdienst am Vorabend des Landkreislaufs.
Info:

Letzter Läufergottesdienst

Heuer startet der Landkreislauf am Samstag, 11. Mai, in Haselmühl. Der ökumenische Läufergottesdienst findet am Vorabend, 10. Mai, um 19 Uhr in St. Antonius in Kümmersbruck statt. Die Begrüßung übernimmt Pfarrer Wolfgang Bauer, sein evangelischer Kollege Bernd Schindler (Martin-Schalling-Haus) hält die Predigt. Läufer tragen die Fürbitten vor, der Posaunenchor des CVJM Rosenberg spielt. Auf 20 Jahre Läufergottesdienst blickt Kurt Lehnerer zurück, die Kollekte ist für die Lebenshilfe.

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