06.05.2020 - 15:19 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Landkreis-Krankenhäuser in Amberg-Sulzbach testen jeden stationären Patienten

Tests auf Covid-19 sind ab sofort Pflicht für jeden stationären Patienten in den Landkreis-Krankenhäusern in Amberg-Sulzbach, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ebenso. Stellvertretender Klinikvorstand Roland Ganzmann erklärt, wie und warum.

Hand-Desinfektion und Mund-Nasen-Schutz sind Pflicht in den Landkreis-Krankenhäusern.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Mund-Nasen-Schutz und auch die Aufnahmetestung auf Covid-19 sind ab sofort Pflicht in den Krankenhäusern im Landkreis Amberg-Sulzbach: Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes(MNS) durch die Patienten des St.-Anna-Krankenhauses und der St.-Johannes-Klinik ist vorgeschrieben.

Die Anordnung gelte vor allem in Situationen, in denen ein Kontakt oder eine Begegnung zu anderen Personen wahrscheinlich ist, soweit dies toleriert werden kann, erklärt der stellvertretende Klinikvorstand Roland Ganzmann. Im Patientenzimmer beispielsweise soll der MNS angelegt werden, sobald eine Person das Zimmer betritt.

Jeder bekommt Schutz

Die Patienten, so informiert Roland Ganzmann, erhalten ihr persönliches Exemplar bei der Aufnahme und werden vom Pflegepersonal über den richtigen Umgang mit dem MNS informiert. Generell werden alle Personen, die die Kliniken des Landkreises betreten, bereits an den Pforten mit einem solchen Schutz ausgestattet. "Außerdem tragen sämtliche Mitarbeiter der beiden Kliniken bereits seit Ende März im Arbeitsalltag einen Mund-Nasen-Schutz", ergänzt der stellvertretende Vorstand.

Patienten, die mit Verdacht auf Sars-Cov2 stationär ins St. Anna Krankenhaus kommen, werden ab sofort direkt bei der Aufnahme getestet und anschließend als Verdachtspatienten auf der IsoStation isoliert. Sollte der erste Test negativ sein, verbleibt der Patient dennoch vorerst auf der Isolier-Station und wird ein zweites Mal abgestrichen. Grund hierfür ist, dass durch ein negatives Testergebnis noch keine hundertprozentige Sicherheit gewährleistet werden kann. Erst wenn auch das zweite Testergebnis negativ ist, wird der Patient auf die entsprechende Bettenstation der Fachabteilung verlegt.

An Regeln halten

Roland Ganzmann erläutert: "Wie in den Nachbarkliniken in Amberg und Weiden werden also zukünftig auch in den Landkreiskliniken alle stationären Patienten bei der Aufnahme auf eine mögliche Covid-19-Infektion getestet." Ein negatives Testergebnis bei einem symptomlosen Träger sei allerdings lediglich eine Momentaufnahme.

Sein Appell an alle Bürger: "Wir bitten daher die Bevölkerung, sich weiterhin an die bereits allgemein gültigen Corona-Schutzmaßnahmen (Händehygiene, Abstandsregelung, MNS-Pflicht, Ausgangsbeschränkung) zu halten. All diese Schutzmaßnahmen tragen dazu bei, das Infektionsrisiko sowohl für unsere Patienten als auch für unsere Mitarbeiter möglichst gering zu halten."

Hinweis zum Schluss: "Aktuell herrscht in den Krankenhäusern des Landkreises nach wie vor das bekannte Besuchsverbot. Änderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben!"

Derzeit befinden sich noch sieben bestätigte Covid-19-Patienten zur Behandlung im St.-Anna-Krankenhaus, wovon ein Patient intensivmedizinisch betreut wird. Sieben Verdachtspatienten warten aktuell auf ihr Testergebnis.

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