11.03.2020 - 17:44 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Linke treten in Sulzbach-Rosenberg erstmalig für den Stadtrat an

Die Linke will das soziale Gewissen im Stadtrat und im Kreistag sein und setzt sich für eine bunte und weltoffene Stadt und einen Landkreis ein. Aus diesem Grund kandidiert die Linke erstmalig für die örtlichen Kommunalparlamente.

Die Spitzenkandidaten der Linken-Stadtratsliste mit (von links) Martin Dehling, Funda Toy und Wolfgang Berndt wollen die künftige Kommunalpolitik mit vielen sozialen Themen bereichern.
von Externer BeitragProfil

Die soziale Zusammensetzung der Kandidaten, die von Auszubildenden, Arbeitnehmern, Hausfrauen bis zu Rentnern reiche, biete eine solide Grundlage für dieses Ziel, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei Die Linke, die mit Unterstützung von Vertretern der Partei in der Herzogstadt antritt.

"Bei den anstehenden Wahlen zum Stadtrat in Sulzbach-Rosenberg und zum Kreistag für den Landkreis Amberg-Sulzbach können die Bürgerinnen und Bürger wählen zwischen einer Politik, die die Interessen der Wirtschaft oder einer Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt", wird Wolfgang Berndt zitiert.

Für gerechte Arbeit

In den Kommunalparlamenten werde dagegen oft die Meinung vertreten, dass man Unternehmen und Betriebe mit lukrativen finanziellen Angeboten buchstäblich in die Stadt und in den Landkreis locken solle, und zwar unabhängig von den Arbeitsbedingungen. Die Linke wolle demgegenüber nur solche Arbeitsplätze, von denen ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin auch leben könne. Mit dieser Forderung stehe die Linke nicht alleine, sondern unterstütze diesbezügliche gewerkschaftliche Vorstellungen. "Dasselbe gilt auch für die oftmals vorgebrachte Auffassung, dass Arbeitsplätze nur dann geschaffen werden, wenn sie billig sind. Im Gegenteil, durch Lohn- und Gehaltskürzungen und andere tarifliche Verschlechterungen sind noch nie langfristige Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden", schildert der langjährige DGB-Kreisvorsitzende.

Ohne die Anliegen der älteren Menschen in den Hintergrund zu stellen, sollten die Interessen der Kinder und Jugendlichen mehr Berücksichtigung finden, ist gemäß Presseinformation ein Herzenanliegen von Funda Toy (Die Partei) als Vertreterin der jungen Generation, die die Kreistagsliste der Linken anführt. "Dazu gehört der Ausbau des Freizeitangebotes, auch für alle, die einen kleinen Geldbeutel haben. Und zwar nicht nur in der Stadt Sulzbach-Rosenberg, sondern genauso im ländlichen Bereich."

Mehr Nahverkehr

Damit Kinder und Jugendliche aber auch von solchen Einrichtungen Gebrauch machen könnten, sei eine Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs unbedingt nötig. Derzeit seien junge, aber auch ältere Menschen oftmals auf individuelle Verkehrsmittel angewiesen, um viele Orte im Landkreis zu erreichen. Dies gelte insbesondere für den Abend und am Wochenende. ,,Der öffentliche Nahverkehr sollte für alle, aber zumindest für Menschen mit wenig Geld, kostenlos sein", forderte Funda Toy, die aktiv in der Partei tätig ist.

"Die Geldverschwendung im Stadtrat muss aufhören", formulierte Martin Dehling drastisch und nannte exemplarisch die Millionen für den Kauf und die Renovierungskosten für den Seidel-Saal durch die Stadt. Dies bedeute aber nicht, dass man die Unterstützung kultureller Projekte ablehne, aber sie sollten sich im finanziellen Rahmen bewegen, heißt es an anderer Stelle des Pressetextes der Kandidaten. Oft sei es sinnvoller, mehr finanzielle Mittel als bisher in die Infrastruktur, für die Anschaffung von E-Bikes oder in soziale Projekte wie einen Stadtpass zu stecken. "Mit Stadträten der Linken oder der Partei wird sich sicher nicht alles sofort ändern, aber Geheimhaltung oder Mauschelei wird es nicht geben", versprach Dehling.

Er brach zudem eine Lanze für ein gläsernes Rathaus, in dem sich jeder kundig machen könne, was drinnen vorgehe. "Denn nur wer umfassend informiert ist, kann entscheiden, welcher Beschluss der richtige ist und welche Partei und welche Stadträte welche Interessen vertreten.

Der öffentliche Nahverkehr sollte für alle, aber zumindest für Menschen mit wenig Geld, kostenlos sein.

Stadtratskandidatin Funda Toy

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