06.12.2020 - 16:29 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

MH-Pensionisten spenden 18 075 Euro für die Kindergärten

Ein weiterer Teil der Maxhütten-Ära geht in Sulzbach-Rosenberg zu Ende: Der Pensionistenbund löst sich auf und überträgt seine Kasse der Stadt.

Auf den Rathausstufen übergaben die Mitglieder den Scheck. Von links Bürgermeister Michael Göth und Vertreter der Pensionisten, Anni Ehrensberger, Martin Renner von der Finanzverwaltung, Georg Dinzl und Wolfgang Gebhardt.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Einen Zusammenschluss der Maxhütten-Pensionisten gab es schon vor dem Zweiten Weltkrieg, aber es fehlen schriftliche Unterlagen. Am 15. November 1952 erfolgte die Neugründung. In den folgenden Jahrzehnten boomte das Unternehmen, entsprechend blühte das Vereinsleben der Pensionisten auf.

Mit großzügiger Unterstützung der Firma konnte der Bund ein enges Netz der Mitgliederbetreuung flechten. Für jedes Mitglied gab es einmal einen zweiwöchigen Urlaub mit Lebenspartner in den Bergen, Zuwendungen bei großen Familienfeiern (Goldene Hochzeit), Ehrengaben zu runden Geburtstagen. Pensionisten-Weihnachtsgeld, Weihnachtsfeier, Abordnungen und Gabe bei Sterbefällen. In den besten Jahren zählte der Pensionistenbund um die 1100 Mitglieder. Mit dem Niedergang der MH ging auch der Abbau dieser Sonderleistungen einher. Der Pensionistenbund musste die Betreuung seiner Mitglieder nun aus eigenen Mitteln fortsetzen.

Sie kamen so weiterhin zu Präsenten bei runden Geburtstagen ab 70 Jahre und einer Woche Urlaubsverschickung pro Mitglied. Auch das Feiern hat der Pensionistenbund beibehalten, jedes Jahr wurden Weihnachtsfeier und Sommerfest mit Zuwendungen aus der Vereinskasse abgehalten, ebenso Vereinsausflüge und Vier-Tage-Fahrten.

Mit den beiden Konkursen und der Trennung von Rohrwerk und Stahlwerk sowie der endgültigen Schließung der Maxhütte 2002 nahm die Mitgliederzahl ständig ab, es kamen nur wenige neue, die Überalterung nahm zu. Am 21. März 2019 war es soweit, bei der Jahresversammlung mit Vorstandswahl traten einige Vorstandsmitglieder aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an, und jüngere wollten keine Vorstandstätigkeit übernehmen. So kam es zum Beschluss der Mitgliederversammlung, den Verein aufzulösen. Die Satzung des Vereins lautet, das bei Auflösung das Vereinsvermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden sei. Das Geld wird nun den örtlichen Kindergärten zur Verfügung gestellt. Die Liquidatoren des Pensionistenbundes, Anni Ehrensberger, Wolfgang Gebhardt und Georg Dinzl dankten Bürgermeister Michael Göth und Martin Renner von der Stadt für ihre Unterstützung bei der Verteilung des Geldbetrages an die örtlichen Kindergärten. Es waren immerhin 18 075 Euro. Bürgermeister Göth freute sich über die Weitsicht der Vereinsgründer und dankte ebenso wie Martin Renner für die Kindergärten der Stadt.

 

 

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