01.12.2019 - 16:31 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Obstbaumpflege auf dem Stundenplan

Auf dem Stundenplan steht Obstbaumpflege. Anfang des 19. Jahrhunderts war das Bestandteil des Lehrplans. Heute gewinnen solche Themen durch die Sensibilisierung für Umweltschutz an Bedeutung. Vor allem für die 4 c der Pestalozzi-Schule.

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von Redaktion ONETZProfil

Sie durfte auf der Wiese vor dem Schulmuseum vier Apfelbäume pflanzen. Die Nutzung der brachliegenden Fläche als Streuobstwiese hatten Herbert Übelacker und Sepp Lösch schon vor längerer Zeit angeregt. Die sonnige Lage ist ideal für eine Streuobstwiese. Durch die Hanglage muss man auch keine Staunässe befürchten. Jetzt Ende November wurde das Projekt mit der Stadtgärtnerei umgesetzt.

Die Kinder der 4 c haben Erfahrung mit Umweltprojekten aller Art. Zusammen mit ihrer Lehrerin Kerstin Weigl erarbeiten sie viele unterschiedliche Themenkomplexe. Dieses Engagement wurde erst zwei Tage vor der Pflanzaktion wieder belohnt. In Regensburg nahm Kerstin Weigl die Auszeichnung "Umweltschule in Europa" entgegen.

Mit Eifer waren die Kinder dabei. Die vier alten Apfelsorten Rote Goldparmäne, Roter Boskoop, Rote Sternrenette und Geheimrat Oldenburg sollen in einigen Jahren viele Früchte tragen und den Kindern, die dann das Schulmuseum im Herbst besuchen, die geschmackliche Vielfalt der Sorten näher bringen. Es sind Hochstamm-Bäume.

Mit Feuereifer pflanzen die Kinder der 4c der Pestalozzi-Schule die Obstbäume an.

Noch erscheint der Pflanzabstand von rund zehn Metern etwas üppig. Aber Klaus Herbst, der Leiter der Stadtgärtnerei, erklärte den Kindern, wie groß diese Obstbäume einmal werden können und dass man heute schon den Platz dafür bedenken müsse. Schließlich sollen sie ja auch einmal viele schmackhafte Äpfel tragen. Gestiftet wurden die Bäume von der Sparkasse, der Tischgesellschaft Edelweiß, Regionalmarketing Böhm, und Heldrich Mineralöle Ambros.

Nach dem Verfüllen der Pflanzgrube, dem Anlegen eines Gießringes und dem Gießen müssen die Kinder jetzt sehr viel Geduld haben. Man spricht von zehn Jahren Wachstumsphase und einer anschließenden Ertragsphase von etwa 40 Jahren, bevor der Baum dann in die Altersphase eintritt. Tja, wer weiß, ob in ferner Zukunft nicht einmal ein Opa mit seinem Enkel mitten in einer schattigen Streuobstwiese sitzt, beide genussvoll in einen Apfel beißen und der Opa zum Enkel sagt: "Diesen Baum hat dein Opa mal gepflanzt, als er so jung wie du gewesen ist."

Sepp Lösch von der Tischgesellschaft Edelweiß gibt den jungen Gärtnern handfeste Tipps.
Hintergrund:

Umweltschule in Europa

"Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule" ist eine Auszeichnung, um die sich bayerische Schulen bewerben können. Sie müssen dazu innerhalb eines Schuljahres zwei Themenfelder aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dokumentieren und einer Jury vorlegen. Die Pestalozzi-Grundschule erhielt Ende November diese Auszeichnung von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber bei einer Feier in Regensburg. In seiner Rede betonte Glauber: "Wir brauchen junge Menschen, um unsere Umwelt zu schützen und den Klimawandel erfolgreich zu bewältigen. Ihr seid der Beweis dafür, dass wir in Bayern ausreichend engagierten Nachwuchs haben. Wir können uns die Jugendlichen zum Vorbild nehmen, ihr Engagement macht Mut."

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