16.08.2020 - 11:38 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Parkhaus soll Zukunft des Nahverkehrs sichern

Öffentlicher Personennahverkehr funktioniert nur mit ausreichend Parkplätzen: Bei der Nutzung des alten BayWa-Geländes in Sulzbach-Rosenberg haben Stellplätze eine Schlüsselfunktion. Die FDP/FWS präsentiert einen interessanten Vorschlag.

Beim Blick von oben auf die Szenerie mit dem Bahnhof in der Bildmitte wird deutlich, dass es sich bei der ganzen Verkehrssituation um einen langen Schlauch handelt, von den Pendler-Parkplätzen an der alten Post bis zum ehemaligen BayWa-Gelände.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Im Nachgang des Ortstermins am Bahnhof mit MdL Sebastian Körber haben sich die Bauexperten der FDP/FWS nochmals getroffen, um die Ergebnisse des Gesprächs zu sortieren und weiterzuentwickeln. Neben dem Ausbau der Bushaltesellen und dem Neubau einer Wendemöglichkeit für Busse können sich Christian Faderl und Christian Weiß auch die Errichtung eines Parkhauses am ehemaligen BayWa-Gelände vorstellen.

Bei einem Ortstermin mit unserer Zeitung plädierten sie für eine Überplanung des gesamten Bahnhofgeländes: "Hier wird von einem Grundstücksschlauch gesprochen, der von der alten Post bis fast an die Hofgartenstraße reicht", erklärte Christian Faderl. Dies würde die Parksituation am Bahnhof und damit den ÖPNV stärken sowie die begrenzten Stellplätze in den anliegenden Straßen entspannen. "Das Areal kann man zu einem Verkehrsknotenpunk für die Stadt und den Landkreis erweitern. Vorstellbar ist es auch, den direkten Anwohnern oder Innenstadtbewohnern eine Quartiersgarage anbieten zu können," meinte Christian Weiß.

Zudem sei zu erwarten, dass die Schülerzahl der Berufsschule mit deren Umbau stark steigen wird: "Dann muss man auch hier mit einem zunehmendem Autoverkehr sowie Parkplatzbedarf rechnen."

Deswegen sollte geprüft werden, ob es neben weiteren Fördermöglichkeiten und Zuschüssen auch eine Beteiligung des Landkreises geben könne. ,,Auch weil viele Landkreisbewohner nach Sulzbach pendeln und dann mit dem Zug weiterfahren, sollten die drei Punkte Berufschule, Anwohner und Pendler in einer Bedarfsanalyse erfasst werden, um zu sehen, wie viel zusätzliche Parkflächen benötigt werden", merkte Christian Faderl an.

Parkhäuser seien heutzutage hochfunktionelle Gebäude mit langer Lebensdauer und geringem Instandhaltungsaufwand. Christian Weiß kann sich auf der untersten Ebene Fahrradständer und abschließbare Fahrradboxen sowie Frauen- und Behindertenparkplätze vorstellen. Auf weiteren zwei Ebenen würden dann Tages/-Dauerparker Raum finden und auf dem Dach eine PV-Anlage arbeiten.

Nach den ersten Plänen der FDP/FWS könnte auf den jetzigen Parkplätzen östlich des Bahnhofs eine Busbucht mit An- und Abfahrt sowie Wendeschleife in die Bahnhofstraße entstehen. Erst danach sollte sich das zweistöckige Parkhaus anschließen, eventuell mit nachgelagerten Freiparkplätzen Richtung Hofgartenstraße. Insgesamt wären wohl 200 bis 300 neue Stellflächen anzustreben. Ideal wäre zusätzlich eine Reaktivierung des Bahnhofs.

Christian Weiß (links) und Christian Faderl stellten die Pläne der FDP/FWS für ein neues Parkhaus an der Bahnhofstraße vor.

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