16.07.2020 - 14:31 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Bahnhof Sulzbach-Rosenberg soll Verkehrsknoten werden

"Warum nicht gleich groß denken?", fragen die Stadträte von FDP und Freier Wählerschaft: Wenn die Buslinien und der Bereich des Bahnhofs ohnehin neu gestaltet werden müssen, ist es Zeit für ein integriertes Verkehrskonzept.

Diskutieren am Sulzbach-Rosenberger Bahnhof ein zukünftiges Verkehrskonzept für die Stadt (von links): FDP-Geschäftsführer Christian Weiß, Stadträte Martin Pöllath und Hans-Jürgen Reitzenstein sowie Landtagsabgeordneter Sebastian Körber (FDP).
von Autor GACProfil

Über ein integriertes Verkehrskonzept für Sulzbach-Rosenberg berieten FDP-Kommunalpolitiker bei einem Ortstermin mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Körber, Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr.

Am Sulzbach-Rosenberger Bahnhof fasste Stadtrat Hans-Jürgen Reitzenstein die Probleme des derzeitigen öffentlichen Nahverkehrs zusammen: Fehlende Anschlüsse am Bahnhof, mangelhafte Anbindung der Industrie- und Gewerbegebiete, mangelnde Barrierefreiheit insbesondere an den Bushaltestellen sowie fehlende Wende- und Warteplätze für Busse im Bahnhofsbereich. "Die notwendige Neuausschreibung der Buslinien des Zweckverbandes Nahverkehr muss genutzt werden, um das Gesamtkonzept des Nahverkehrs zu optimieren", forderte er.

Körber plädierte für einen Ausbau der Verkehrsknotenpunkte, in Sulzbach-Rosenberg vor allem des Bahnhofsbereiches. An solchen Verkehrsknotenpunkten müssten Individual- und öffentlicher Verkehr besser verknüpft werden. Maßnahmen dazu wären mehr Fahrradstellplätze, auch in Form von abschließbaren Boxen für höherwertige Räder; aber auch zusätzliche Parkplätze für Autos. "Wir brauchen keine Verkehrswende, sondern ein Mobilitätskonzept", äußerte sich Körber. Dieses Konzept müsse die verschiedenen Verkehrsträger einbinden, denn: "Machen wir uns nichts vor: Im ländlichen Raum werden die Menschen weiterhin auf das Auto angewiesen sein. Und wenn sie am Bahnhof keinen Parkplatz finden, steigen sie nicht in den Zug um, sondern fahren gleich bis an ihr Ziel."

Wichtig war dem Abgeordneten auch eine bessere Integration von Bussen und Bahnen. Das reiche von durchgehenden Fahrscheinen für alle Verkehrsmittel über digitale Anzeigetafeln bis zu einer App, mit der Reisende in einem verspäteten Zug mitteilen können, dass sie am Bahnhof einen Busanschluss benötigen, damit der Bus wartet. Bei der Besichtigung des ehemaligen Baywa-Geländes erkannte Körber viele Möglichkeiten. Parkplätze, Wendestelle für Busse und eventuell auch Wohn- und Gewerbebauten würden auf das große Areal passen.

FDP-Geschäftsführer Christian Weiß stellte fest, dass insbesondere der Parkdruck in den anliegenden Straßen reduziert werden müsse: "Die Pendler, die teilweise aus Amberg hierher fahren, weil es dort auch zu wenig Parkplätze im Bahnhofsbereich gibt, parken hier den ganzen Tag die Straßen voll." Für die Anwohner sei das ein großes Problem. Er regte an, eventuell ein Fertigteil-Parkhaus zu bauen, dessen Kosten pro Stellplatz nicht wesentlich höher seien als bei normalen Parkplätzen. Stadtrat Martin Pöllath versprach: "Wir werden am Ball bleiben und entsprechende Anträge im Stadtrat stellen!"

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