Sulzbach-Rosenberg
Update 29.07.2018 - 18:54 Uhr

Preisdruck in Europa steigt

Bayerns SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen besucht das Rohrwerk Maxhütte

Vor dem Rundgang durch das Rohrwerk: Von links Karl-Heinz König, Natascha Kohnen, Uwe Bergmann, Reinhold Strobl, Harry Nimmerjahn, Joachim Bender und Armin Rüger. ge
Vor dem Rundgang durch das Rohrwerk: Von links Karl-Heinz König, Natascha Kohnen, Uwe Bergmann, Reinhold Strobl, Harry Nimmerjahn, Joachim Bender und Armin Rüger.

(ge) „Hier wird noch Old Economy gemacht, mit viel Handarbeit und wenig Digitalisierung“, beschrieb Rohrwerk-Geschäftsführer Harry Nimmerjahn den Alltag in der Stahlindustrie. Bayerns SPD-Chefin Natascha Kohnen zeigte sich denn auch sehr beeindruckt von den Zahlen, die ihr der Manager nannte. Stahl werde hier im Prinzip noch so verarbeitet wie vor 60 Jahren.

Vor allem interessierte die Politikerin natürlich die Auswirkungen der Trump’schen Politik auf das Unternehmen. Nimmerjahn bestätigte auch, dass man zwar von den Zöllen nicht direkt betroffen sei, aber trotzdem mit einer breiten Produktpalette im globalen Wettbewerb stehe. Würden die Handelsströme durch diese Politik umgelenkt in Richtung Europa, könne sich das durchaus auf die Preise auswirken. „Das Angebot sucht sich dann neue Wege, und nicht immer herrschen dabei faire Praktiken.“ Der Geschäftsführer verwies die SPD-Landtagsabgeordnete auch auf die Strategie von China, mit seinen vielen Reserven eine beherrschende Marktstellung in vielen Bereichen erreichen zu wollen.

Wie sich das Rohrwerk denn positioniere, wollte Kohnen wissen. Mit seinen 450 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 80 Millionen im Jahr gehöre es zur zweitgrößten Privatstiftung in Bayern, der Max-Aicher-Stiftung. „Ich bin sehr froh, dass wir da drin sind“, bekannte Betriebsrats-Vorsitzender Karl-Heinz König, „denn alleine könnten wir vieles nicht stemmen.“ Er sprach auch die wichtige werkseigene Ausbildung an – für heuer seien 14 neue Azubis geplant.

Stahl habe Zukunft, resümierten die Rohrwerker abschließend, denn das Material sei zu 100 Prozent recycelbar und enorm vielfältig einzusetzen. Werksrundgang und Annabergbesuch schlossen sich an.


 
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