26.02.2020 - 16:44 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Prinz Fasching ein Opfer des Aschermittwochs

Ein Geschenk, das Fragen aufwirft, ein Schuss in die Stirn und ein Mordopfer, das mit flüssigen Grabbeigaben die Reise ins Jenseits antritt: So endet der Fasching 2020.

Der Prinz wurde gemeuchelt, der Fasching ist vorbei.
von Redaktion ONETZProfil

Zum Kehraus hatte die Faschingsgesellschaft Knappnesia in das Capitol eingeladen, um dort die letzten Stunden des Faschings gemeinsam zu feiern. Mit flotter Mitsingmusik und kurzweiligen Darbietungen verging die Zeit wie im Fluge.

Die Frage, warum eine Unterhose im Glasrahmen mit Widmung und Signatur verschenkt wurde, verbot der Anstand. Dem Schmunzeln und Lachen der Zuschauer nach zu urteilen, muss die Ursache jugendfrei gewesen sein. Die Jugendgarde, ganz in ziviler Kleidung, zeigte ein letztes Mal ihren Showtanz. Es gab Dankesreden und Geschenkübergaben.

Die Trauer ist groß. Der Schuss traf Prinz Frank I. mitten in die Stirn.

Plötzlich zerriss ein Schuss die bierselige Stimmung. Da lag er, der Faschingsprinz, feige dahingemeuchelt vom Aschermittwoch. Prinzessin Maria I. brach in Tränen aus. „Graben wir ihn nicht ein, so fängt er zu stinken an“, warnte der Kardinal und las die Litanei von der Schelln-Sau vor. Auf „Schelln-Achter!“ antwortete die Trauergemeinde im Chor „Nix für uns“. Und so ging es weiter das Kartenspiel hinauf bis zur Schelln-Sau, die mit einem fast schon gesungenen, freudigen Halleluja aufgenommen wurde.

Unter großem Wehklagen gab man dem geliebten Faschingsprinzen auf seine letzte Reise noch Verpflegung mit. Die Trauernden schütteten Biernoigerl, Weinreste und ähnliche Flüssigkeiten den Sarg. Verdursten wird er wohl nicht, der heimtückisch Ermordete mit der Schusswunde mitten auf der Stirn. Der Segen mit der Klobürste fehlt noch, dann wurde er hinaus getragen. Der Fasching war nun unwiderruflich beendet.

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