Sulzbach-Rosenberg
05.06.2026 - 15:51 Uhr

Robert Palfrader begeistert im Seidelsaal in Sulzbach-Rosenberg

Robert Palfrader begeistert im Solo-Programm „Testament“ mit schwarzem Humor und bissiger Gesellschaftskritik. Erinnerungen an einen verstorbenen Freund werden zur humorvollen Reflexion des Lebens.

Robert Palfrader war mit seinem Programm "Testament" im Seidelsaal in Sulzbach-Rosenberg. Bild: Jürgen Hellmann
Robert Palfrader war mit seinem Programm "Testament" im Seidelsaal in Sulzbach-Rosenberg.

Robert Palfrader kam am Freitag, 29. Mai, mit seinem Solo-Programm „Testament“ nach Sulzbach-Rosenberg. Das berichtet Jürgen Hellmann in einer Pressemitteilung. Darin heißt es: "Palfrader lässt im Programm Erinnerungen an einen verstorbenen Freund als roten Faden Revue passieren. Was zunächst überhaupt nicht komisch klingt, wird zu einer Folie, auf die der Kabarettist eine gemeinsame Lebensgeschichte skizziert. Und die hat es in sich: von der Kindheit mit grantigen alten Damen, die zur Nemesis der Jungen werden, über wilde Streiche bis hin zum Weg ins Erwachsenenleben."

Hellmann schreibt: „Palfrader ist schnoddrig und schwarzhumorig, schweift ab, um sich anschließend wieder in die Geschichte zurückzuverirren, und verteilt kleine, gemeine Sticheleien in alle Richtungen. Weder der dahingeschiedene Freund noch die Gesellschaft oder er selbst bleiben verschont – jeder bekommt sein Fett weg.“

Der Österreicher Robert Palfrader wurde vor allem durch die satirische Fernsehsendung „Wir sind Kaiser“ bekannt. Auch als Schauspieler machte er sich in zahlreichen Produktionen einen Namen. Man kann durchaus von einer gewissen Prominenz sprechen, doch entscheidend ist letztlich die Qualität der Show.

„Mit vollem Einsatz von Mimik und Körper erzählt er von einer schlimmen Welt, deckt soziale und politische Probleme auf … sehr deftig, aber nie verbittert“, heißt es in der Pressemitteilung. Schließlich ereilt den Freund, der sich besonders als Leistungstheoretiker und Werkzeugdieb an seiner Arbeitsstelle auszeichnete, der Tod. Und Palfrader muss die Trauerrede schreiben.

Die Rede, seine eigentliche Aufgabe, gerät – nun ja – speziell. Hellmann konstatiert: „Palfraders Humor ist schwarz und derb und mag manchen auch abschrecken; dem Publikum im ausverkauften Seidelsaal gefiel es jedoch ausgezeichnet.“

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