03.01.2020 - 16:16 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Romantischer Endspurt am Krippenweg

Noch ist es Zeit, das Kind in der Krippe zu besuchen: einfach dem Stern folgen. Der führt unfehlbar nach Bethlehem. Noch bis einschließlich 6. Januar (Heilig Drei König) lädt der 17. Rosenberger Krippenweg zum Schauen und Staunen ein.

Beliebte Spielart der Krippenkunst: Die Bethlehem-Szenerie in orientalischer Prägung.
von Autor RLÖProfil

Wie an einer Perlenschnur reihen sich die 46 Stationen des Krippenwegs im Rosenberger Ortskern aneinander und präsentieren insgesamt über 50 kleine und große Krippenlandschaften in unterschiedlichen Stilformen und Bauweisen.

Viel zu entdecken

Streckenweise fühlt sich das an wie eine Wanderung zurück in die eigene Kindheit, wenn sich immer wieder nach kurzer Wegstrecke durch die Nacht in einem Schaukasten oder Fenster aufs Neue die Weihnachtswunderwelt auftut - schau hin, dort der Verkündigungsengel, da die Hirten, einer von ihnen verschläft das weltverändernde Ereignis am Lagerfeuer. Im Zentrum des Geschehens immer die heilige Familie, Maria und Josef mit dem Erlöserkind. Und dazu jetzt noch die drei Könige vor dem Stall, in prächtigen Gewändern, mit imposantem Gefolge und kostbaren Gaben . . . das Staunen nimmt kein Ende.

Die heilige Familie im Lichter-Strahlenkranz

Leider kein Schnee

Wie gesagt, der Gang über den Krippenweg empfiehlt sich vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die einzelnen Stationen und Krippenkunstwerke im Licht erstrahlen. Winterliche Schneekulisse würde der Romantik noch die Krone aufsetzen, aber dieses Erlebnis blieb den Krippenwegbesuchern diesmal - bis auf ganz wenige und kurze Ausnahmen - leider versagt. Wenn schon: Die Vielfalt, Phantasie und Kunstfertigkeit, die aus all den Landschaftsdarstellungen, Bauten und Figuren sprechen, lohnen den Besuch auch ohne Schnee.

Traditionell und weit verbreitet: Krippen im alpenländischen Stil.

Große Bandbreite

Da finden sich Alpenland, Orient, klassische Krippenkunst und Moderne, Minimalismus und Opulenz, Holzschnitzkunst, filigranes Papier und Stahlornamentik in edler Rostpatina, ungarische Folklore-Einflüsse oder auch ein steirischer Krippenbaum - die Bandbreite beeindruckt.

Wolfgang Albersdörfer, Sprecher des Rosenberger Krippenweges, zieht zum Endspurt eine positive Bilanz, spricht von "sehr passablem Zuspruch", verweist auf die vielen auswärtigen Kfz-Kennzeichen, die man in den letzten Tagen und Wochen immer wieder in Rosenberg sah und bedauert im gleichen Atemzug, dass heuer - im übrigen zum ersten Mal seit Bestehen des Krippenwegs - einer der Krippen-Schaukästen in der Ortsmitte zum Vandalismus-Ziel wurde.

"Das wird uns aber nicht entmutigen, die Erfolgsgeschichte des Rosenberger Krippenwegs fortzuschreiben", so Albersdörfer. Für den Krippenweg-Rundgang besorgt man sich am besten den Flyer mit Wegbeschreibung in der Bäckerei Fischer. Dort können in einen Briefkasten auf die ausgefüllten Teilnahmebögen fürs Gewinnspiel eingeworfen werden. Na dann, viel Spaß beim Kripperlschauen und Sterndl-Zählen.

Gewöhnungsbedürftig, aber auch originiell: Die "Minimalismus-Krippe" mit Figuren aus Rundhölzern. Die drei Könige tragen Kronen aus Kronkorken
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