Sulzbach-Rosenberg
17.04.2026 - 13:20 Uhr

Rund 700 Besucher bei der Job- und Bildungsmesse in Sulzbach-Rosenberg

Einen Ausbildungsplatz ergattern, einen neue Arbeitsstelle finden, sich weiterbilden – das alles erfordert Kontakte und Gespräche. Jede Menge davon gab es bei der Job- und Bildungsmesse „JoBi.regional“ im LCC in Sulzbach-Rosenberg.

Es waren wohl an die 700 Besucherinnen und Besucher, die sich durch die einzelnen Räume drängten: Rund 30 Aussteller, darunter regionale Arbeitgeber aus verschiedensten Branchen, präsentierten sich bei der Job- und Bildungsmesse im LCC den Menschen, die auf der Suche nach einer Arbeitsstelle oder einem Ausbildungsplatz sind oder sich über Neuigkeiten auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildungspolitik informieren wollten.

In zehn Kursräumen hatten die Austeller ihre Info-Stände aufgebaut. Die Fachbereiche reichten von Kunststoffindustrie, Fahrzeug- und Metallbau über das Baugewerbe bis hin zum Personal-Management. Aber auch Elektrotechnik, Pflegeschulen, Sprachausbilder, Seniorenheime, das Krankenhaus und natürlich die Agentur für Arbeit waren vertreten. Viele besuchten dann auch den einstündigen Vortrag der Agentur für Arbeit über deren Initiative „Zukunftsstarter plus“.

Sprache der Schlüssel für Migranten

Besonders viele Migraten besuchten die Messe. Viele von ihnen nehmen bereits an Deutsch-Sprachkursen teil. So wie Daniela. Die 34-Jährige kommt aus Albanien, ist verheiratet und hat Zwillinge. Sie ist seit 2020 in Deutschland, hat bereits eine Arbeitsstelle gefunden und besucht einen Integrationskurs. „Ich arbeite in einem Handwerksbetrieb in Sulzbach-Rosenberg im Büro, aber auch im Home-Office“, erzählt sie im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Neben Albanisch und Englisch will Daniela vor allem Deutsch besser lernen. Derzeit kommuniziert sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen noch überwiegend auf Englisch. Doch sie ist schwer motiviert, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, wobei ihr auch der VHS-Sprachkurs sehr hilft. Die 34-Jährige findet die Messe sehr gut und nutzt die Gelegenheit, sich über die einzelnen Aus-und Fortbildungsmaßnahmen zu informieren.

Eine Ausbildung machen möchte auch Iliyan, der aus dem Iran stammt. Der 37-Jährige ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie in Auerbach. Er ist handwerklich begabt und interessiert, deswegen schaue er sich hier besonders intensiv bei ausstellenden Handwerksbetrieben um, erzählt er Oberpfalzmedien. Besonders der Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik würde ihn reizen. Iliyan absolvierte bei der VHS bereits den sogenannten B2-Kurs, einen Berufssprachkurs mit hohem Niveau. Dieser wird von vielen Arbeitgebern inzwischen vorausgesetzt, weiß der Familienvater. Nachdem er bereits mehrere Praktika gemacht hat, und den Sprachkurs absolviert hat, schätzt der 37-Jährige seine Chancen gut ein, bei der Messe ein passendes Ausbildungsangebot zu erhalten.

Großes Angebot an Weiterbildung

Bis in den frühen Nachmittag hinein ließ der Andrang im LCC nicht nach: Auch ganze Schulklassen der Abschluss-Jahrgänge nutzten die Gelegenheit, zwanglos nach Ausbildungsangeboten zu forschen. Den vertretenen Arbeitgeber war anzumerken, dass sie engagiert für ihre Berufssparte werben und die Begeisterung für ihren Beruf auch den Interessenten vermitteln konnten.

VHS-Leiterin Claudia Mai, die gemeinsam mit Jobbegleiter Franz Flammersberger und dem VHS-Team das Event organisiere, zeigte sich stolz über die große Resonanz, die die "JoBi" heuer wieder fand. Die Messe wird immer zwei Jahre von einem anderen Träger in Amberg-Sulzbach ausgerichtet, heuer und 2027 ist Sulzbach-Rosenberg mit der VHS an der Reihe. Stellvertretender Landrat Michael Rischke umriss die Ziele der Messe und wies besonders auf das große Angebot an Weiterbildung hin.

Veranstalter der "JoBi" ist das „Interkommunale Bündnis für Migration und Integration der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach“, in Kooperation mit einigen regionalen Aus-, Fort- und Weiterbildungsträgern. Darunter etwa das Verkehrs-Ausbildungs-Zentrum (VAZ) in der Oberpfalz, das Berufliche Fortbildungszentrum (BFZ), die Eckert-Schulen, das ISE Sprach- & Berufsbildungszentrum Amberg, die ISE-Berufsfachschule für Pflege, das Kolping-Bildungswerk, die VHS Amberg-Sulzbach, das Jobcenter Amberg/Amberg-Sulzbach, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie die MHT Modular Hubs and Technology (ehemals Maxhütte Technologie).

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.